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Europa

"Mister Europa": Martin Schulz

Bereits vor seiner Kandidatur für die Europawahl erlangte Martin Schulz durch einen Eklat mit Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi internationale Bekanntheit.

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Spitzenkandidat zur Europawahl der SPD

Es war im Juli 2003, als der SPD-Abgeordnete Schulz im EU-Parlament öffentlich die italienische Verzögerungstaktik bei mehreren innen- und rechtspolitischen Themen in der EU kritisierte. Daraufhin schlug Berlusconi vor, Schulz solle bei einer aktuellen Filmproduktion die Rolle des "Kapo" (Scherge des Nationalsozialismus) spielen. Berlusconi erntete dafür weltweit Proteste.

Der 1955 geborene Schulz schloss die Schule mit der Mittleren Reife ab und begann danach eine Ausbildung als Buchhändler. 1982 macht er sich in diesem Beruf selbständig. Für zwölf Jahre führte der heutige Familienvater von zwei Kindern seine eigene Buchhandlung. In den kommenden Jahren kümmerte er sich um politische Interessen in Würselen und Aachen. Seit 1974 ist Schulz SPD-Mitglied.

"Konkret nützlich"

"Konkret nützlich" will Martin Schulz laut seinen Kennern sein. In der Politik Europas arbeitet er seit 1994 mit, als Mitglied des Europäischen Parlamentes. Fünf Jahre später betreut der leidenschaftliche Fußballer den Europawahlkampf 1999. Zum Vorsitzenden der deutschen Abgeordneten wird Schulz im Jahr 2000 gewählt - den Posten führt er bis heute.

2001 wurde Schulz Mitglied des SPD-Parteivorstandes. Die Arbeitsschwerpunkte des Politikers im Europäischen Parlament liegen im Bereich der Innenpolitik und der Menschenrechte. Mit seinem Bericht zum Nuklearschmuggel und einem weiteren über organisierten Kindesmissbrauch in Belgien prägte er die Debatte der Themen innerhalb des Europäischen Parlamentes. Seit 2002 ist der Familienvater stellvertretender Vorsitzender der SPE-Fraktion im Europäischen Parlament. SPE steht für die "Sozialdemokratische Partei Europas".

"Mister Europa", wie ihn die heimische Presse bezeichnet ist mit viel Selbstsicherheit ausgestattet. Die sei ihm gegönnt - immerhin wurde Schulz im November 2003 mit 98,1 Prozent der Delegiertenstimmen zum SPD-Spitzenkandidaten für die Europawahl am 13. Juni gewählt.

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