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Wirtschaft

Mister "Big Bang"

Leszek Balcerowicz, Chef der polnischen Nationalbank, gilt als Vater des polnischen Wirtschaftswunders. Mit seiner harten Zinspolitik könnte er auch Vater des polnischen Euro-Beitritts werden.

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Leszek Balcerowicz

Als langjähriger Finanzminister war Leszek Balcerowicz der herausragende Akteur der ökonomischen Transformation des Landes nach 1989. Polens Weg wurde trotz zahlreicher Schwierigkeiten als Vorbild für andere Staaten der Region gepriesen. Der ehrgeizige "Balcerowicz-Plan" stand am Anfang des rasanten Wandels von einer Planwirtschaft zu einer freien Marktwirtschaft. Wegen ihrer sozialen Auswirkungen war die harte finanzpolitische Linie von Balcerowicz in Polen nicht unumstritten.

Revolution statt Evolution

Der 1947 in Lipno bei Toruń geborene Wirtschaftswissenschaftler erhielt mit dem Ende der kommunistischen Herrschaft die Chance seines Lebens: Nachdem er jahrelang die Mängel der polnischen Planwirtschaft seziert hatte, durfte er seine Visionen von einem alternativen Wirtschaftssystem in die Tat umsetzen. Balcerowicz verordnete der polnischen Wirtschaft eine Radikalkur, von ihm selbst als "Big Bang" bezeichnet, von seinen Gegnern "Schocktherapie" genannt: Er privatisierte Banken und Telekommunikation und schränkte den Einfluss der Gewerkschaften auf die Politik ein. Balcerowicz glaubt an den radikalen Schnitt, nicht an die schrittweise Veränderung, wie er in seinem vielbeachteten Buch "Socialism, Capitalism, Transformation" darlegt.

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