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Sport

Mission Titelverteidigung

Das Ziel ist klar: Europameister werden. Zum Auftakt der EM in Schweden wollen die deutschen Fußballerinnen glänzen und den Pokal zum achten Mal gewinnen - trotz der Verletzungsmisere.

Die Liste ist lang: Kim Kulig, Viola Odebrecht, Verena Faißt, Babett Peter, Linda Bresonik und Alexandra Popp. Sechs Stammspielerinnen, die bei der Europameisterschaft in Schweden wegen Krankheit oder Verletzung nicht dabei sein können. "Trotz der vielen Ausfälle gehören wir natürlich zu den Mitfavoriten", sagt Bundestrainerin Silvia Neid. Die Testspiele, in denen die jungen Ersatzkräfte sich ausprobieren konnten, waren vielversprechend. Dem 3:0 gegen die drittklassigen Schottinnen folgte ein 1:0 gegen Kanada und ein 4:2 gegen Weltmeister Japan.

Allerdings warnt die Bundestrainerin, sich auf diesen Erfolgen auszuruhen. "Erst bei der EM wird sich zeigen, ob wir die Leistung aus dem Japan-Spiel konstant bringen können. Das ist nun mal die Gefahr, wenn man so ein junges Team hat", meint Neid. Das Durchschnittsalter des Teams liegt bei gerade mal 23,5 Jahren. Zwar fehlt den jungen Spielerinnen internationale Erfahrung, dafür sind sie hoch motiviert. "Die Mannschaft ist einfach fantastisch. Gerade die Jüngeren sind wie kleine Welpen, denen man nur einen Ball hinwerfen muss", erzählt Spielführerin Nadine Angerer.

Mitfavoriten? Frankreich, Schweden und England

Spielführerin Nadine Angerer gibt vom Tor aus Anweisungen (Foto: Alex Grimm/Getty Images)

Hier gehts lang: Spielführerin Angerer

Die Torhüterin nimmt zum fünften Mal an einer Europameisterschaft teil, bisher hat sie immer mit ihrer Mannschaft den Titel gewonnen. Sieben Mal sind die Deutschen in der Geschichte der Fußball-Frauen-EM schon Sieger gewesen, nur dreimal gab es einen anderen Gewinner. Wer könnte Deutschland also den Titel streitig machen? "Frankreich, Schweden und England sind die härtesten Konkurrenten", erklärt Bundestrainerin Neid.

Auf eine dieser drei Nationen trifft Deutschland jedoch frühestens im Viertelfinale. In der Gruppenphase muss das DFB-Team zunächst gegen die Niederlande (11.07.2013, 20:30 Uhr MEZ), gegen Island (14.07.2013, 20:30 Uhr MEZ) und den zweimaligen Europameister Norwegen (17.07.2013, 18:00 Uhr MEZ) ran. Drei Gruppen mit jeweils vier Teams gibt es, der Erste und Zweite jeder Gruppe und die zwei besten Drittplatzierten erreichen das Viertelfinale.

Das rote Armband

Die Spielerinnen stehen beim Training im Kreis und hören den Anweisungen der Bundestrainerin zu (Foto: GEPA Pictures Football)

Der Teamgeist stimmt

Um ihren Teamgeist zu beschwören und ihren Siegeswillen nach außen hin zu dokumentieren, tragen alle deutschen Spielerinnen und das Trainerteam ein rotes Armband mit der Aufschrift "Laganda 008". Laganda ist schwedisch und bedeutet Mannschaftsgeist, die acht steht für einen möglichen achten EM-Titelgewinn in der Geschichte der deutschen Fußballfrauen. "Die Mannschaft sollte sich ein Motto überlegen, eine Idee unseres Mentalcoaches", sagt Nationalmannschafts-Managerin Doris Fitschen. "Das, was jetzt dabei herausgekommen ist, ist ein Mix aus verschiedenen Ideen der Spielerinnen." Wenn die Fußballerinnen auch auf dem Platz so selbstbewusst und kreativ sind, steht der erfolgreichen Titelverteidigung eigentlich nichts mehr im Weg.

Die EM wird am Mittwochabend (10.07.2013, 20.30 Uhr) von Gastgeber Schweden in Göteborg eröffnet. Das Team um Torjägerin Sofia Jakobsson trifft dabei auf Dänemark. Im zweiten Spiel der Gruppe A treffen Italien und Finnland in Halmstad aufeinander.

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