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Fußball

Missbrauchsskandal in England weitet sich aus

55 Klubs sollen in den Missbrauchsskandal im englischen Fußball verwickelt sein. Mehr als 1000 Menschen haben sich inzwischen bei einer neuen Beratungsstelle mit Hinweisen auf sexuelle Übergriffe gemeldet.

Der Missbrauchsskandal in England zieht immer weitere Kreise: Mehr als 1000 Menschen haben sich inzwischen bei einer neuen Beratungsstelle mit Hinweisen auf sexuelle Übergriffe gemeldet, bestätigte eine Sprecherin der Kinderschutzorganisation NSPCC (National Society for the Prevention of Cruelty to Children). Die meisten Fälle beziehen sich nach ihren Angaben auf die Vergangenheit. Die Telefon-Hotline bei NSPCC ist am 23. November eingerichtet worden und wird vom Fußballverband FA unterstützt.

Zuvor hatten mehrere ehemalige Profis öffentlich gemacht, dass sie als Jugendspieler missbraucht worden seien. Damit traten sie eine Lawine los. Nach Angaben der britischen Tageszeitung "The Observer" sind 55 Fußballvereine in den Skandal involviert. Betroffen seien sowohl Amateure als auch Profis. Demnach hat bereits ein Drittel der englischen Polizeistationen Untersuchungen zu verschiedenen Fällen von sexuellem Missbrauch eingeleitet.

Auch der englische Verband FA ist inzwischen ins Zwielicht gerückt. Russell Davy, einst Torhüter in der Jugend von Charlton Athletic, beschuldigte die FA, 1986 nicht auf seinen Brief geantwortet zu haben, in dem er den Verband auf Missbrauch durch seinen Scout aufmerksam gemacht hatte. "Das macht mich wütend", sagte Davy dem Sunday Mirror, "ich wurde im Stich gelassen und habe noch immer das Gefühl, dass es niemanden kümmert."

og/ck (sid, dpa)

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