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Aktuell Nahost

Mindestens 90 Tote bei Selbstmordanschlag im Jemen

Bei einem Selbstmordanschlag in Jemens Hauptstadt Sanaa sind nach Polizeiangaben rund 90 Menschen getötet und mehr als 200 verletzt worden - die meisten von ihnen Soldaten.

Wie die Polizei mitteilte, sprengte sich der Attentäter in der Nähe des Präsidentenpalastes bei den Vorbereitungen zu einer Militärparade in die Luft. Die Soldaten seien gerade dabei gewesen, den Aufmarsch zum jemenitischen Nationalfeiertag einzustudieren, als sich der ebenfalls in Uniform gekleidete Attentäter unter sie mischte und sich in die Luft sprengte. Nach Militärangaben war auch Verteidigungsminister Mohammed Nasser Achmed zum Zeitpunkt des Anschlags am Unglücksort, er blieb jedoch unverletzt.

Bekennerschreiben Al-Kaidas

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Selbstmordanschlag im Jemen

Zu dem Anschlag im Zentrum der jemenitischen Hauptstadt bekannte sich die Ansar al-Schria (Partisanen des islamischen Rehts), eine Untergruppe der Al-Kaida auf der arabischen Halbinsel. Zuletzt hatte die jemenitische Armee Erfolge bei der Bekämpfung der Al-Kaida in der Provinz Laudar im Süden des Landes verzeichnet.

Das lange Ringen mit dem sich an seinen Posten klammernden Langzeitpräsidenten Ali Abdullah Saleh hatte es den Terroristen ermöglicht, weite Teile im Süden des Jemen unter ihre Kontrolle zu bringen. Auch nach dem Abgang Salehs gilt die Lage weiter als äußerst instabil.

Am 22. Mai begeht der Jemen traditionell den Jahrestag der Vereinigung des republikanischen Nordjemens mit dem sozialistischen Südjemen im Jahr 1990. In diesem Jahr feiert das Land den Vereinigungstag erstmals ohne Saleh.

jh/gmf (dpa,reuters, afp, dapd)

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