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Aktuell Nahost

Viele Tote bei Attentat im Jemen

Unmittelbar vor dem Nationalfeiertag sind bei einem Selbstmordanschlag im Jemen nach Polizeiangaben mindestens 60 Menschen getötet worden. Der Angreifer sprengte sich bei den Proben zur Staatsparade in die Luft.

Der Anschlag ereignete sich unweit des Präsidentenpalastes in der Hauptstadt Sanaa. Dort hätten sich Soldaten aufgehalten, um eine Militärparade einzustudieren, berichteten die lokalen Behörden. Nach Militärangaben war auch Verteidigungsminister Mohammed Nasser Achmed zum Zeitpunkt des Anschlags am Unglücksort, er blieb jedoch unverletzt.

Die Militärparade sollte am Dienstag aus Anlass des Nationalfeiertags in Anwesenheit des neuen Präsidenten Abd Rabbu Mansur Hadi stattfinden. Dieser hatte im Februar nach monatelangen Protesten gegen den langjährigen Herrscher Ali Abdullah Saleh die Macht übernommen.

Hintergründe noch unklar

Wer hinter dem Attentat steht, blieb zunächst unklar. Der Attentäter soll Uniform getragen haben. Die Sicherheitslage im Jemen ist labil. Die Armee hatte vor zehn Tagen eine Offensive gegen Al-Kaida-Kämpfer im Süden des Landes gestartet. Dabei hatte es zahlreiche Tote auf beiden Seiten gegeben. Die Islamisten kontrollieren mehrere Ortschaften, darunter auch Sindschibar, die Hauptstadt der Provinz Abjan.

jh/SC (dpa, reuters, afp, dapd)