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Politik

Mindestens 70 Tote durch Erdbeben im Iran

Mehrere heftige Erdstöße im Westen des Irans haben mindestens 70 Menschen das Leben gekostet. Mehr als 850 Menschen wurden nach Berichten staatlicher Medien verletzt. Die Krankenhäuser sind überlastet.

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Ein Bild des iranischen Fernsehens aus dem Erdbebengebiet

Die ersten beiden Erdstöße erreichten in der Nacht zu Freitag (31.3.2006) Stärken von 4,7 und 5,1 auf der Richterskala. Später folgte ein weitaus stärkerer Erdstoß mit dem Wert 6. Insgesamt wurden mehr als ein Dutzend Nachbeben registriert. Die Behörden befürchten, dass die Opferzahl noch steigt.

Aus dem Schlaf gerissen

Etwa 200 Dörfer waren von den Beben betroffen, rund 100 wurden schwer beschädigt, einige völlig zerstört, wie der Gouverneur der Provinz, Mohseni Sani, berichtete. Unter den Bewohnern, die zumeist aus dem Schlaf gerissen wurden, brach stellenweise Panik aus. Viele Menschen rannten ins Freie und trauten sich nicht mehr, in ihre Häuser zurückzukehren.

Überlastete Krankenhäuser

Das Zentrum des Bebens lag in der Gebirgsregion zwischen den Städten Borudscherd und Dorud. Kommunalpolitikern zufolge wurden Telefonverbindungen unterbrochen. Die Toten wurden aus eingestürzten Häusern in Silachor nördlich von Dorud geborgen, wie das staatliche Fernsehen berichtete. Rettungsteams aus anderen Landesteilen seien auf dem Weg ins Erdbebengebiet, so das Fernsehen. Die Krankenhäuser in der Provinz haben keine Kapazität mehr, weitere Verletzte aufzunehmen.

Schwere Beben schon in der Vergangenheit

Erdbeben im Iran, Junge mit Frau

Opfer des vorherigen Bebens im Februar 2005

Der Iran wird immer wieder von Erdbeben erschüttert. Am 22. Februar 2005 bebte in der Südost-Provinz Kerman die Erde mit einer Stärke von 6,4 auf der Richterskala. Dabei starben mindestens 600 Menschen, vier Dörfer wurden dem Erdboden gleichgemacht. Besonders betroffen ist die Stadt Zarand. Das seit Jahren schwerste Beben ereignete sich Ende 2003 in der südöstlichen Stadt Bam, wo rund 26.000 Menschen ums Leben kamen. (kap)

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