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Aktuell Nahost

Mindestens 18 Tote bei Selbstmordanschlag in Bagdad

Schon wieder Bagdad: Hunderte Menschen starben allein im Juli bei Selbstmordattentaten in der irakischen Hauptstadt. Nach einem blutigen Wochenende zündet auch zum Wochenbeginn ein Attentäter eine Autobombe.

Mindestens 18 Menschen riss der Selbstmordattentäter an einem Kontrollpunkt nordöstlich der irakischen Hauptstadt Bagdad mit in den Tod. Polizeiangaben zufolge sprengte sich der Angreifer bei der Einfahrt zur Stadt Chalis in seinem mit Sprengstoff beladenen Auto in die Luft. Mehr als 30 Menschen wurden verletzt.

Mindestens 25 Tote am Wochenende

Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand. Zuletzt verübte jedoch die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) zahlreiche Anschläge im Irak. Erst am Wochenende waren bei zwei Explosionen mindestens 25 Menschen ums Leben gekommen. Ein Selbstmordattentäter riss am Sonntag in der Hauptstadt Bagdad mindestens zehn Menschen mit in den Tod.

Selbstmordattentat Bagdad (Foto: Reuters/K. al Mousily)

Am Sonntag ereignete sich im überwiegend von Schiiten bewohnten Viertel Kadhimija ebenfalls ein Terroranschlag

Im Norden des Landes trafen Anschläge Flüchtlinge, die aus der von der Terrormiliz kontrollierten Stadt Scharkat geflohen waren. Mindestens 13 Menschen wurden am Samstag durch einen Selbstmordattentäter und die Detonation einer Bombe nahe dem Ort getötet.

Insgesamt hat der IS mit einer Serie von Autobomben in Bagdad allein im Juli mehrere hundert Menschen getötet.

Der blutigste Anschlag ereignete sich zu Anfang des Monats

, als eine Autobombe in einem beliebten Einkaufsviertel im Stadtetil Al-Karada explodierte. Mehr als 280 Menschen wurden dabei getötet. Es war das blutigste Attentat seit dem Sturz von Langzeitherrscher Saddam Hussein im Jahr 2003.

IS in der Defensive

Als Grund für die zahlreichen Anschläge des IS sehen Experten vor allem die großen Gebietsverluste, die die Terrororganisation in den vergangenen Monaten hinnehmen musste. Zuletzt verlor die Miliz die von ihr seit Januar 2014 kontrollierte Großstadt Falludscha und den 60 Kilometer von Mossul entfernten Luftwaffenstützpunkt Kajjarah. Auf diese militärischen Niederlagen reagierten die Dschihadisten mit einer Ausweitung ihrer Terrorkampagne in den Städten. Experten warnen, dass die Zahl der Attentate noch zunehmen könnte.

rk/kle (afp, dpa, rtr)