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Wirtschaft

Milliardenstrafen wegen Manipulationen

Einige Großbanken haben jahrelang im großen Stil Wechselkurse beeinflusst - das kommt sie nun teuer zu stehen. Das US-Justizministerium fordert insgesamt 5,6 Milliarden Dollar von fünf Geldhäusern.

Durch Absprachen in Chat-Foren manipulierten sie den Wechselkurs von Euro und Dollar, um sich selbst zu bereichern. An diesen Chats hatten sich über einen Zeitraum von sechs Jahren Händler mehrerer international tätiger Großbanken beteiligt.

Diese Absprachen kosten die Banken nun viel Geld. Nachdem sich die Großbanken schuldig bekannt haben, fordert das US-Justizministerium 5,6 Milliarden Dollar von ihnen. Auf die amerikanischen Institute JP Morgan und Citigroup entfallen demnach 550 Millionen beziehungsweise 925 Millionen Dollar, auf den britischen Konkurrenten Barclays und Royal Bank of Scotland 650 Millionen sowie 395 Millionen Dollar.

Bereits am Morgen war bekannt geworden, dass die Schweizer UBS eine Strafe von 545 Millionen Dollar entrichten muss. Im Fall der UBS bezieht sich das Schuldbekenntnis allerdings auf illegale Preisabsprachen bei der Festsetzung des Referenzzinses Libor, der weltweit Finanzgeschäfte in Billionenwert beeinflusst. "Das Verhalten einer kleinen Anzahl von Mitarbeitenden war inakzeptabel und wir haben entsprechende Disziplinarmaßnahmen ergriffen", erklärten UBS-Präsident Axel Weber und Konzernchef Sergio Ermotti in einer Mitteilung.

In der Gesamtsumme von 5,6 Milliarden Dollar sind auch 1,6 Milliarden Dollar an weiteren Strafen enthalten, die von der US-Notenbank verhängt wurden sowie zusätzliche 1,3 Milliarden Dollar, die an weitere Behörden aus den USA und Großbritannien gehen. Wie diese Summen auf die einzelnen Banken aufgeteilt werden, steht noch nicht fest.

nm/dk (afp, dpa, rtr)