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Vatikan

Merkels Privataudienz: 40 Minuten beim Papst

Eine Privataudienz beim Papst ist schon etwas Besonderes. Für Bundeskanzlerin Merkel aber inzwischen fast Routine, denn diese Ehre wurde ihr allein bei Papst Franziskus bereits zum vierten Mal zuteil.

Papst Franziskus hat Kanzlerin Angela Merkel in ihrem Einsatz für den Frieden gestärkt. "Für die Arbeit, die Sie für den Frieden tun", sagte Franziskus nach der rund 40-minütigen Privataudienz in Rom. Er überreichte ihr eine Medaille mit einem Olivenzweig.

Merkel fühlte sich nach dem Besuch auch in ihrem Kampf gegen die Armut in Afrika und für den Klimaschutz bestätigt. "Er hat mich ermutigt, auf diesem Weg weiter zu gehen. Genauso, wie für internationale Abkommen zu kämpfen." Dass sie bei dem bevorstehenden Gipfel der Staats- und Regierungschefs der großen Industrie- und Schwellenländer (G20) im Juli in Hamburg Afrika in den Mittelpunkt stelle, habe der Papst begrüßt. Merkel sitzt in diesem Jahr der G20-Gruppe vor.

Süßes aus Argentinien

Nach der Unterredung überreichte Merkel dem Pontifex Süßigkeiten aus seinem Heimatland Argentinien, das sie vor wenigen Tagen besucht hatte: den karamellartigen Brotaufstrich Dulce de Leche und Alfajores, mit Schokolade umhüllte Kekse. "Das kennen Sie ja", war ihr Kommentar. Das katholische Kirchenoberhaupt schenkte Merkel neben der Medaille drei seiner Schreiben.

Angela Merkels Begegnungen mit dem Papst haben eine lange Tradition. Schon 2003 empfing Papst Johannes Paul II. die damalige CDU-Vorsitzende in seiner Privatbibliothek. Es folgten mehrere Treffen mit Papst Benedikt XVI. Franziskus gewährte der Kanzlerin inzwischen die vierte Privataudienz seit 2013 - das Besondere diesmal: Das Kirchenoberhaupt brach mit einem ungeschriebenen Gesetz im Vatikan, wonach keine Spitzenpolitiker im Wahlkampf empfangen werden.

fab/SC (dpa, epd)

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