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Wirtschaft

Mercosur will Freihandel mit der EU

Angela Merkel befürwortet einen freien Handel mit den Mercosur-Staaten: Nun fordern die südamerikanischen Staaten eine rasche Klärung offener Punkte, um ein seit 1999 diskutiertes Abkommen abzuschließen.

Der nächste Schritt müsse nun von der EU kommen, sagte der paraguayische Außenminister Eladio Loizaga am Rande des Mercosur-Gipfels in Paraguays Hauptstadt Asunción. Man habe auf technischer Ebene ein Angebot unterbreitet. Der Mercosur habe eine Liste von 80 Handelsbarrieren erarbeitet, die man mit der EU abbauen wolle, um den Warenaustausch zu stärken.

Begleitet wurde der 49. Mercosur-Gipfel von einem Streit zwischen der argentinischen und der venezolanischen Regierung. Argentiniens neuer Präsident Mauricio Macri warf dem sozialistischen Präsidenten der Ölmacht Venezuela, Nicolás Maduro, undemokratisches Verhalten vor. Er fordere, die "rasche Befreiung der politischen Gefangenen in Venezuela", sagte Macri.

Dort wird die Opposition im neuen Parlament, das am 5. Januar erstmals zusammentritt, eine Zweidrittelmehrheit stellen. Maduro warnt vor einem "Putsch" und einem Zurückdrehen der Sozialreformen, von denen ärmere Schichten in dem Land profitieren.

Scheitert es an Agrarinteressen?

Seit 1999 verhandeln EU und Mercosur über Freihandel und den Abbau von Zollschranken. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich eindeutig für das Abkommen ausgesprochen, das innerhalb des Mercosur vor allem Venezuela blockiert. Ein Knackpunkt ist für die Mercosur-Staaten die Sorge um eine Verdrängung einheimischer Agrarprodukte.

Der "Gemeinsame Markt des Südens" wurde 1991 gegründet und umfasst knapp 290 Millionen Menschen. Würde die Staatengemeinschaft als ein Land gelten, wäre sie mit einem Bruttoinlandsprodukt von 3,2 Billionen US-Dollar (2,95 Billionen Euro) die fünftgrößte Volkswirtschaft der Welt.

dk/sri (dpa(afpe)