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Fokus Osteuropa

Medwedew wirbt um US-Hightech-Investitionen

Dmitrij Medwedew hat zum Anfang seiner USA-Reise eine Priorität deutlich gemacht: In Kalifornien besuchte er die Hightech-Schmiede Silicon Valley. Sie soll als Vorbild für eine Wissenschaftsstadt bei Moskau dienen.

Dmitrij Medwedew vor den Flaggen Russlands und der USA (Foto: AP)

Medwedew startet USA-Besuch in Kalifornien

"Hallo allerseits. Ich bin jetzt auf Twitter. Dies ist meine erste Nachricht" - ließ der russische Präsident Dmitrij Medwedew die Welt aus dem Twitter-Hauptquartier wissen. Bei seinem Besuch in der kalifornischen Hochtechnologie-Schmiede Silicon Valley verfasste der Kremlchef am Mittwoch (23.06.2010) mithilfe des Gründers und Chefs des Online-Kurznachrichtendienstes, Evan Williams, seine erste Twitter-Nachricht.

Ein Mann am Computer nutzt Twitter (Foto: dpa)

Auch Medwedew funkt nun bei Twitter

In Begleitung des kalifornischen Gouverneurs Arnold Schwarzenegger besuchte der russische Präsident außerdem den weltgrößten Netzwerkausrüster Cisco Systems, gefolgt von einem Treffen mit Apple-Chef Steve Jobs.

Hoffnung auf Ideen, Geld und Talente

Von seinen Treffen mit Unternehmern und Technologie-Experten in den USA erhofft sich Medwedew Ideen, Geld, aber auch Talente für sein ehrgeiziges Projekt zu gewinnen - die Entstehung der Wissenschaftsstadt Skolkowo vor den Toren Moskaus. Silicon Valley dient dafür als Vorbild.

Medwedew will sein Land modernisieren und die Abhängigkeit von Rohstoffen wie Öl, Erdgas und Erzen lösen. Mit seinem Besuch in dem weltberühmten Technologiezentrum, dem Ausgangspunkt der digitalen Revolution, will der russische Präsident auch die bilaterale Zusammenarbeit bei Spitzentechnologien ankurbeln.

Schwarzenegger, Medwedew und John Chambers von Cisco-Systems (Foto: AP)

Schwarzenegger, Medwedew und John Chambers von Cisco-Systems

Seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1991 sind 265,8 Milliarden Dollar an Investitionen nach Russland geflossen. Der Anteil der USA betrug dabei drei Prozent - weniger als Irland. Der Handel zwischen Russland und den USA erreichte im vergangenen Jahre einen Umfang von 18,4 Milliarden Dollar. Medwedew hat bei Gesprächen mit Wirtschaftsvertretern eingestanden, dass die russische Bürokratie, Korruption und ein schwaches Rechtssystem zu den Investitionshindernissen gehören.

Autor: Markian Ostaptschuk (rtr, dpa, afp)
Redaktion: Mareike Röwekamp

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