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Terrorismus

Medien: BKA warnte Regierung vor Briefbomben aus Griechenland

Schon bevor am Mittwoch ein explosives Paket im Bundesfinanzministerium eintraf, sollen die Behörden über die Gefahr informiert worden sein: Griechische Extremisten könnten ihren Aktionsradius ausweiten.

Das Bundeskriminalamt in Wiesbaden (picture-alliance/dpa)

Das Bundeskriminalamt in Wiesbaden (Archivbild)

Die Bundesregierung ist laut einem Bericht vor dem Versand von Briefbomben durch griechische Extremisten gewarnt worden. In einem Geheimbericht der deutschen Sicherheitsbehörden mit Informationen des Bundeskriminalamts (BKA) sei im November vor möglichen Anschlagsversuchen "linksextremistischer/-terroristischer Gruppierungen" in Deutschland gewarnt worden, berichtet die "Bild"-Zeitung. 

Die Befürchtung der Behörden: "Die in Griechenland vorherrschende Meinung zur deutschen Verantwortung für die desolate Wirtschaftslage" könnte "aufgegriffen und als Grund für Gewalttaten gegenüber deutschen Einrichtungen beziehungsweise Staatsangehörigen in Griechenland herangezogen werden".

Unkonventionelle Spreng- und Brandvorrichtung

Die Sicherheitsbehörden seien zu dem Schluss gekommen, dass eine "Ausweitung des Aktionsradius ausländischer extremistischer Gruppierungen auf Deutschland daher in Einzelfällen - beispielsweise durch per Post versandte USBV (unkonventionelle Spreng- und Brandvorrichtung) - grundsätzlich in Betracht zu ziehen" ist.

In der Poststelle des Bundesfinanzministeriums war am Mittwoch ein Paket mit einem explosiven Stoff eingegangen. Es wurde rechtzeitig entdeckt und entschärft. Als Absenderin gab sich eine linksextremistische griechische Gruppierung zu erkennen. Der seit Anfang 2008 aktiven Gruppe, die unter dem Namen Verschwörung der Feuerzellen auftritt, werden dutzende nicht tödlicher Brand- und Paketbombenanschläge in Griechenland zur Last gelegt. 

jj/jv (dpa, welt)