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Wirtschaft

Markige Worte am Groschengrab

Am 1. März ist es endgültig vorbei mit der Deutschen Mark. War's das? Keine Proteste? Ist Eckart Aretz der Einzige, der die Mark vermisst?

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Vereinzelt sieht man noch Menschen mit eigentümlichen Verhaltensweisen. Die einen streichen gedankenversunken über Kleingeld, andere brechen beim Blick in ihr Portemonnaie spontan in Heulkrämpfe aus, dritte wiederum verlangen an Supermarktkassen hysterisch ihr Geld zurück.

Unsere schöne D-Mark ist bald ganz verschwunden, und das ist mindestens aus zweierlei Gründen beklagenswert. Zunächst einmal wird das schöne "D" am Anfang aus der Alltagswelt getilgt. Der D-Zug spielt kaum noch eine Rolle, aus D2 wird Vodafone. Wundert irgendwen, dass das schöne "D" unbeschränkt nur noch auf Toilettentüren zu sehen ist? Das sollte uns zu denken geben.

Und dann die Mark als Geburtshelfer der Bundesrepublik. Dieser Geruch von Friedensware, der der Mark anhing. Frischer Bohnenkaffe, gute Butter, Virginia-Cigaretten und Nylons! Alle fangen bei Null an, abgesehen von ein paar Bauern, Metzgern und Kolonialwarenhändlern.

Aufbruchstimmung, der erste Urlaub in Rimini, wie frech der Italienier guckt; und man wird doch wohl noch zeigen dürfen, was man sich leisten kann. Giovanni! - Das selbe noch einmal, aber pronto! Und nun sollen wir die selbe Währung haben wie die Spanier, Portugiesen, Italiener und Griechen? Von den Holländern wollen wir gar nicht erst reden!

Wo sollen wir in Zukunft unsere Urlaube verbringen? Niemand wird sich mehr für deutsches Geld interessieren! Euro? Pah, haben wir selber. Erwarte also bitte niemand von uns, dass wir dem Euro freudig entgegenblicken. In Zukunft müssen wir unseren Urlaub wieder im Sauerland verbringen. Was zumindest einen Vorteil hätte: Dort gibt's wenigstens ein gutes Bier für die hartverdienten Euros.

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