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Fußball

"Manuel ist unsere Nummer 1"

Drei Wochen konnte Manuel Neuer kein Torwarttraining machen. Nun ist er zurück und macht schnell Fortschritte. Noch trainiert er abseits des Teams. Dennoch machte die Teamleitung klar: Neuer spielt gegen Portugal.

Etwas abseits des Trubels um die Nationalmannschaft beim ersten öffentlichen Training in Brasilien, bei dem eine indigene Schulklasse Miroslav Klose ein Geburtstagsständchen sang, geschah etwas Wichtiges aus Sicht der DFB-Elf: Fast unbemerkt von den rund 500 Zuschauern auf der Tribüne schmiss sich Manuel Neuer auf seine rechte Schulter, die er sich beim DFB-Pokalfinale vor drei Wochen verletzt hatte. Und: Die Schulter hielt. Sein Gesicht verriet keine sichtbaren Schmerzen während Torwarttrainer Andreas Köpke ihm die Bälle etwas fester als am Vortag zuwarf.

Neuer ist "auf einem sehr guten Weg"

"Er ist auf einem sehr guten Weg", sagte Co-Trainer Hansi Flick, ließ aber offen, wann Neuer wieder am Mannschaftstraining teilnehmen wird. "Wir sind aber guter Dinge, dass er im ersten Spiel topfit ist. Manuel ist unsere Nummer 1." Eine klare Rückendeckung für den Rekonvaleszenten Neuer, der sich nach dem Training mit Mannschaftsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt abklatschte. Ein weiteres Indiz dafür, dass der Heilungsprozess, den Müller-Wohlfahrt - in Personalunion für Neuers Klub Bayern München und das DFB-Team tätig - intensiv betreute, erfolgreich verläuft.

Manuel Neuer wirft sich im Training auf seine Schulter (Foto: Marcus Brandt/dpa)

Nationalkeeper Manuel Neuer scheint wieder ganz der Alte zu sein

Co-Trainer Hansi Flick machte auf der ersten Pressekonferenz des DFB im Campo Bahia jedoch auch klar, dass man kein Problem damit hätte, Neuers Stellvertreter Roman Wiedenfeller aufzustellen. "Roman Weidenfeller ist auch ein Weltklassetorwart", lobte Flick den Dortmunder Schlussmann, der beim Trainingsspiel ebenso wie der dritte Torwart, Ron-Robert Zieler, im Kasten stand. Doch es scheint egal, wie sehr sich diese beiden in den kommenden Trainingstagen in Szene setzen werden, Manuel Neuer genießt aufgrund seiner großen Erfahrung und seiner starken Leistungen in der abgelaufenen Saison als gesetzt - trotz Verletzung.

Flick: Neuer hätte sogar das Zeug zum Feldspieler

"Manuel ist nochmal einen Tick besser", stellte Flick im Vergleich zu Weidenfeller und Zieler fest, "ich glaube, dass er auch hervorragend im Team als Feldspieler mitspielen könnte. Er hat eine sehr gute Strafraumbeherrschung." So geht die deutsche Nationalmannschaft wohl ziemlich sicher am kommenden Montag ins erste Gruppenspiel gegen Portugal (16.06.2014, ab 18 Uhr MESZ im DW-Liveticker) mit einem Torhüter, der dann seit einem Monat kein Spiel gemacht haben wird. Ein Risiko zwar, angesichts Neuers Klasse aber wohl ein kalkulierbares.

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