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Wirtschaft

Manager verlassen Twitter

Der Kurznachrichten-Dienst Twitter verliert wieder einen Top-Manager. Technologie-Chef Messinger geht. Er ist bereits der dritte der Führungsriege, der die Firma nun verlässt. Ein Zehntel der Belegschaft muss auch gehen.

Adam Messinger war seit März 2013 Technik-Chef bei Twitter. Jetzt teilte er mit, er wolle eine Auszeit nehmen. Twitters Vize-Präsident für Produktmanagement, Josh McFarland, sagte, er wolle zu einer Beteiligungsgesellschaft wechseln. Erst vergangenen Monat hatte Betriebsleiter Adam Bain, die rechte Hand von Twitter-Chef Jack Dorsey, seinen Weggang bekanntgegeben.

Twitter macht schwierige Zeiten durch. Der Kurznachrichtendienst hat seit seiner Gründung vor zehn Jahren noch nie Gewinn gemacht. Der Dienst ist zwar beliebt, aber die Nutzerzahlen steigen nur noch langsam. Erst Ende Oktober hatte Twitter die Streichung von rund 350 Jobs bekannt gegeben. Das trifft fast ein Zehntel aller Beschäftigten.

Mit dem Wachstum von Konkurrenten wie Facebook hält Twitter nicht mehr mit. Der Aktienkurs ist im Keller. Zuletzt hatte es anhaltende Spekulationen über eine Übernahme des Unternehmens gegeben. Bereits im September tauchten Meldungen auf, das Management habe Banker beauftragt, einen Verkauf auszuloten.

Profitabel im nächsten Jahr?

Das angeschlagene Unternehmen hatte bereits vor einem Jahr bei der Rückkehr des Mitgründers Jack Dorsey an die Vorstandsspitze etwa acht Prozent der Jobs gestrichen. Der im Oktober beschlossene Nachschlag ist Teil eines strukturellen Umbaus, der vor allem auf Verkauf und Marketing zielen und helfen soll, Twitter 2017 profitabel zu machen.

Twitter  hatte für das dritte Quartal einen Verlust von 94 Mio Euro gemeldete. Den Umsatz konnte Twitter indes um acht Prozent auf 588 Millionen Euro steigern. Damit schwächte sich das Wachstum aber weiter ab. Bei der wichtigsten Erlösquelle, den Werbeeinnahmen, gab es ein sechsprozentiges Plus auf 520 Millionen Euro. Die Zahl der aktiven Nutzer, die sich mindestens einmal pro Monat einloggen, stieg zuletzt um drei Prozent auf 317 Millionen.

ar/zdh (rtr, dpa, afp)

 

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