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Kultur

Mafia-Boss in Italien nach 40 Jahren Flucht gefasst

Italiens Polizei feiert die Festnahme eines lange gesuchten Mafia-Bosses. Die Verhaftung gilt als größter Erfolg des Staates gegen das organisierte Verbrechen seit mehr als zehn Jahren.

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Das letzte Foto (r.) von Bernardo Provenzano ist von 1959 - seitdem gibt es lediglich Phantom-Zeichnungen

Der meistgesuchte italienische Mafiaboss Bernardo Provenzano ist nach über 40-jähriger Flucht gefasst worden. Er sei der Polizei in der Nähe der berüchtigten Mafia-Hochburg Corleone auf Sizilien in die Falle gegangen, berichtete die italienische Nachrichtenagentur Ansa am Dienstag (11.04.2005).

Corleone, Mafia-Hochburg auf Sizilien

Corleone auf Sizilien ist als Mafia-Hochburg berüchtigt

Provenzano wurde als "das Phantom von Corleone" berühmt und regierte die Mafia seit 1993. Zuvor war der damalige "Boss der Bosse" Toto Riina in der sizilianischen Hauptstadt Palermo verhaftet worden.

Altes Foto

Der 73-Jährige war seit 1963 auf der Flucht. Das letzte bekannte Foto von ihm stammt aus dem Jahr 1959. Es wurde aufgenommen, als er 25 Jahre alt war. Das war für die Mafia-Jäger ein besonderes Problem.

Ersten Berichten vom Dienstag zufolge wurde er in einem Landhaus nahe Corleone festgenommen. Die Stadt gelangte durch die Filme "Der Pate" zu weltweiter Bekanntheit und zu dem zweifelhaften Ruhm als "Hauptstadt der Mafia".

Gesichtsoperation?

Provenzano gilt als oberster Boss der Cosa Nostra. In den vergangenen Jahren war die Polizei ihm zwar immer wieder auf den Fersen, doch immer wieder konnte er entwischen.

Im vergangen Jahr hieß es, Provenzano habe sich heimlich in Marseille operieren lassen. Er habe sich in der französischen Klinik als Bäcker aus einem sizilianischen Dorf ausgegeben. (mas)

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