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Kultur

Madrid: Ursache des Flugzeugabsturzes noch immer ungewiss

Auch eine deutsche Familien ist unter den Opfern der Katastrophe. Das Bundeskriminalamt hilft in Madrid bei der Identifizierung der Toten. Es ist die größte Flugzeugkatastrophe in Spanien seit 25 Jahren.

Medizinische Versorgung am Madrider Flughafen Barajas (20.08.08, AP)

Katastrophenstimmung: Flughafen Barajas in Madrid

Teil des Spanair Wracks geborgen (20.08.2008, AP)

Teil des Wracks geborgen

Bei der Flugzeugkatastrophe von Madrid mit 153 Todesopfern ist vermutlich auch eine vierköpfige Familie aus Oberbayern ums Leben gekommen. Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes erklärte am Donnerstag (21.08.08), es gebe Hinweise der spanischen Behörden, dass vier Deutsche bei dem Unglück am Mittwoch ums Leben gekommen seien. Vermisst wurde die vierköpfige Familie aus Bayern.

18 Ausländer an Bord

Die endgültige Identifizierung der Opfer könne noch einige Tage in Anspruch nehmen, hieß es in Berlin. Für den Flug mit der Maschine vom Typ McDonnell Douglas MD-82 waren auch sieben Personen mit einem Ticket der Lufthansa eingecheckt, die eine Partnergesellschaft der Spanair ist. Nach Angaben der stellvertretenden spanischen Ministerpräsidentin Maria Teresa Fernandez de la Vega waren insgesamt 18 Ausländer aus elf Ländern an Bord der Maschine mit Ziel Las Palmas auf der Ferieninsel Gran Canaria. Von den 172 Menschen auf dem Flug überlebten nur 19.

Schweigeminute in Kopenhagen (21.08.08)

Schweigeminute in Kopenhagen - Spanair gehört zu SAS (Scandinavian Airlines Systems)

Medienberichten zufolge hatte eines der Triebwerke Feuer gefangen. Bei der Notlandung soll das Flugzeug dann über die Rollbahn hinausgeschossen sein. Die Maschine stürzte noch auf dem Flughafen Madrid ab und ging in einem riesigen Feuerball in Flammen auf. An Bord waren auch 22 Kinder, von denen nach bisherigen Angaben nur drei überlebten. Ob darunter auch die Jungen aus Deutschland sind, ist unklar.


BKA schickt Berater nach Spanien

Das Bundeskriminalamt (BKA) entsandte Experten seiner
Identifizierungskommission nach Spanien, die zunächst als Berater vorgesehen waren. Mitarbeiter der deutschen Botschaft bemühen sich nach Angaben des Auswärtigen Amtes zudem vor Ort um Aufklärung.

König Juan Carlos trifft die Feuerwehrmänner (dpa)

König Juan Carlos trifft die Feuerwehrmänner

Ministerpräsident José Luis Rodriguez Zapatero brach nach der Katastrophe seinen Urlaub in Südspanien ab und eilte zum Madrider Flughafen und anschließend zum Kongresszentrum. Angehörige von Passagieren und Besatzungsmitgliedern wurden von der Öffentlichkeit abgeschirmt.

Der Absturz ist das schwerste Luftfahrtunglück in Spanien seit 25 Jahren. Die Regierung ordnete eine dreitägige Staatstrauer an. Die Fahnen in der Hauptstadt Madrid wurden auf Halbmast gesetzt.

DNA-Analysen nötig

Helfer (Quelle: AP)

Hunderte Helfer sind im Einsatz

In der Nacht zum Donnerstag haben Rettungskräfte weitere Tote aus dem Wrack geborgen. Auf dem Messegelände von Madrid wurde eine provisorische Leichenhalle eingerichtet, in die die Leichen gebracht wurden. Das Rote Kreuz geht davon aus, dass es Tage dauern wird, alle Opfer zu identifizieren. Viele Toten seien so verkohlt, dass nur DNA-Analysen Aufschluss über ihre Identität bringen könnten. (det/vem)

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