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Politik

Machtwechsel in Panama

In Panama hat der konservative Oppositionskandidat Ricardo Martinelli die Präsidentenwahl gewonnen. Die Wahlkommission des mittelamerikanischen Landes bescheinigte dem Multimillionär einen klaren Sieg.

Ricardo Martinelli (Foto: AP)

Wahlsieger Martinelli

Ricardo Martinelli, der Besitzer der größten Supermarktkette Panamas, erzielte rund 60 Prozent der Stimmen. Seine schärfste Rivalin Balbina Herrera von der regierenden "Revolutionären Demokratischen Partei" gestand ihre Niederlage ein. Steigende Lebenshaltungskosten und Sorgen um die Wirtschaftsentwicklung hatten die Unterstützung für die Links-Regierung zuletzt schwinden lassen.

Wahlkampfthema Panama-Kanal

Balbina Herrera (Foto: AP)

Wahlverliererin Herrera

Martinelli, der Kandidat der "Allianz für den Wechsel", hatte Investitionen in Infrastrukturprojekte versprochen, um die Wirtschaft anzukurbeln. Zentrales Wahlkampfthema war auch der gut fünf Milliarden Dollar teure Ausbau des Panama-Kanals, der für das Land von größter Bedeutung ist. Mit niedrigen Steuern will Martinelli ausländische Investoren nach Panama locken.

Regierung der Nationalen Einheit

Der 57-Jährige tritt die Nachfolge des scheidenden sozialdemokratischen Präsidenten Martin Torrijos 1. Juli an. Martinelli will nach eigenen Angaben eine Regierung der Nationalen Einheit bilden. "Morgen werden wir alle Panamaer sein und das Land so ändern, dass es ein gutes Gesundheits- und Bildungssystem, ein gutes Verkehrswesen und eine gute Sicherheit hat", sagte Martinelli am Sonntagabend Ortszeit (03.05.2009).

Wahl ohne größere Zwischenfälle

Karte Panama mit Panama-Kanal (Quelle: AP/DW)

Wahlbeobachter der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) berichteten, die Abstimmung sei bei hoher Beteiligung fast problemlos verlaufen. Insgesamt waren in Panama am Sonntag rund 2,2 Millionen Bürger aufgerufen, neben dem Präsidenten auch den Vizepräsidenten, Mitglieder des Parlaments und Bürgermeister zu wählen. (wa/ml/ap/rtr/afp)

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