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Aktuell Europa

Londoner U-Bahn-Angreifer soll Fotos vom IS auf dem Handy haben

Nach der Messerattacke in einem Londoner U-Bahnhof am Samstagabend ist der Angreifer vor Gericht gebracht worden. Auf seinem Handy sollen Fotos und Flaggen sein, die im Zusammenhang zum "Islamischen Staat" (IS) stehen.

Wie die Nachrichtenagentur AFP mitteilte, berichtete die Staatsanwaltschaft bei der Anhörung vor Gericht von den Fotos. Demzufolge sind auf dem Handy des Angreifers auch Fotos von einer Übung der britischen Polizei. Vor Gericht bestätigte der 29-jährige Angreifer nur seinen Namen, sein Geburtsdatum und seine Adresse und schwieg ansonsten.

Die Polizei warf dem Angreifer versuchten Mord vor.

Am Samstag hatte der Mann

im Osten Londons in der U-Bahn-Haltestelle Leytonstone mit einem Messer auf zwei Menschen eingestochen. Einen Mann hatte er dabei schwer am Nacken verletzt. Der Staatsanwaltschaft zufolge ist der Mann inzwischen außer Lebensgefahr.

Der Chef der Antiterror-Polizei, Richard Walton, sagte: "Wir behandeln dies als terroristischen Vorfall." Die Polizei untersucht noch, ob es sich um eine Einzeltat handelt. Am Sonntag wurde eine Wohnung im Osten der Stadt durchsucht. Medienberichten zufolge hatte der Angreifer "Das hier ist für Syrien" gerufen. Weder die Polizei noch Amateuraufnahmen konnten das bestätigen.

'Du bist kein Muslim, Bruder'

Premierminister David Cameron hob besonders einen Augenzeugen hervor, der auf Videoaufnahmen mit den Worten "Du bist kein Muslim, Bruder" zu hören ist. "Einige von uns haben Reden gehalten, sind in den Medien erschienen und haben Kommentare zu dem Thema abgegeben, aber 'Du bist kein Muslim, Bruder' hat es viel besser ausgedrückt, als ich es hätte können", sagte Cameron.

Mitte vergangener Woche hatte das britische Parlament einer Beteiligung an Luftangriffen gegen den IS in Syrien zugestimmt. Direkt darauf hatten

britische Kampfflugzeuge erstmals IS-Stellungen in Syrien

beschossen. In Großbritannien gilt seit August 2014 die zweithöchste von fünf Terrorwarnstufen. Das bedeutet, dass ein Angriff als sehr wahrscheinlich aber nicht als unmittelbar drohend eingestuft wird.

ust/wl (afp, rtr, dpa)

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