1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Europa

Messerangriff mit Verletzten in London

Ein Mann hat in einer U-Bahn-Station drei Menschen mit einem Messer angegriffen. Laut Augenzeugen bezog er sich dabei auf Londons Syrien-Politik. Die Polizei geht von einem terroristischen Hintergrund aus.

Der Angriff ereignete sich in der Station Leytonstone im Osten der britischen Hauptstadt, eines der Opfer erlitt schwere, aber nicht lebensbedrohende Stichwunden. Ein männlicher Verdächtiger sei festgenommen worden, teilte die Polizei mit. Die Bedrohung durch den Terrorismus bleibe weiterhin hoch, deshalb sei ein terroristischer Angriffe sehr wahrscheinlich. Die Bevölkerung wurde zur Ruhe aufgerufen. In Großbritannien gilt bereits seit längerem erhöhter Terroralarm.

Auf einem Amateurvideo, das im Internet veröffentlicht wurde, sind Blutspuren in der U-Bahn-Station zu sehen. Ein Polizist rief "Lassen Sie das Messer fallen" und feuerte mit einer Elektroschockpistole auf den Angreifer. Eine andere Aufnahme zeigte, wie der Mann von Polizisten auf den Boden gedrückt wurde.

Offenbar Reaktion auf britische Syrien-Intervention

Als er abgeführt wurde, habe der Mann gesagt, "das passiert, wenn ihr euch mit Mutter Syrien anlegt: euer Blut wird vergossen", zitieren verschiedene Medien einen Augenzeugen. Während des Angriffs habe er bereits "Das ist für Syrien" gerufen.

Der Angriff von Leytonstone sei "absolut schockierend", schrieb Labour-Chef Jeremy Corbyn bei Twitter.

Der Angriff ereignete sich drei Tage, nachdem das britische Parlament grünes Licht für eine Beteiligung Großbritanniens an den Luftangriffen gegen den IS in Syrien gegeben hatte. Die Abgeordneten hatten dem Antrag von Premierminister David Cameron am Mittwochabend zugestimmt, und bereits am Donnerstagmorgen flog die britische Luftwaffe erste Angriffe. Cameron hatte bereits seit Längerem Luftangriffe in Syrien angestrebt, zunächst jedoch keine Mehrheit dafür hinter sich bringen können.

bor/qu (rtr, ap, dpa)

Die Redaktion empfiehlt

Audio und Video zum Thema