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#DeutschlandWaehlt

+++ Live-Ticker zur Bundestagswahl: SPD will in die Opposition +++

Die beiden Volksparteien verlieren an Boden - die AfD feiert ihr zweistelliges Ergebnis, im Osten liegt sie bei rund 22 Prozent. Gegen die Rechtspopulisten gibt es Proteste. Für die SPD ist die große Koalition zu Ende.

Dieser Ticker ist nun geschlossen. Die neuesten Entwicklungen finden Sie in unserem neuen Ticker: Der Tag nach der Bundestagswahl.

Hier das Wichtigste zum nachlesen:

  • Die CDU kommt auf 33 Prozent der Stimmen, das ist das zweitschlechteste Ergebnis der Nachkriegsgeschichte - nach 1949. 
  • Die SPD erreicht 20,5 Prozent - ihr schlechtestes Ergebnis seit Gründung der Bundesrepublik.
  • Die AfD gewinnt deutlich hinzu und kommt auf 12,6 Prozent. Damit wird sie drittstärkste Kraft im Bundestag.
  • Die FDP zieht nun wieder in den Bundestag ein und erreicht 10,7 Prozent.
  • Die Grünen liegen mit 8,9 Prozent knapp hinter der Partei Die Linke, die auf 9,2 Prozent kommt.
  • Aktuell gibt es zwei mögliche Koalitionen: Eine Fortsetzung der großen Koalition aus SPD und CDU sowie eine sogenannte Jamaika-Koalition aus Union, FDP und Grünen.

Die jüngsten Entwicklungen:

23:16 Uhr -  Hamburgs Regierungschef Olaf Scholz hält die Oppositionsrolle für seine Partei nach der Bundestagswahl für ein notwendiges Übel. "Franz Müntefering hat unverändert Recht: Opposition ist Mist», sagte der SPD-Bundesvize in den ARD-Tagesthemen. "Aber Opposition gehört in der Demokratie dazu - auch um alles dafür vorzubereiten, dass man künftig die Regierung übernehmen kann." Das müsse das Ziel der SPD sein. 

23:15 Uhr -  Der SPD ist augenscheinlich nicht zum Feiern zu Mute: Gähnende Leere im Willy-Brandt-Haus, meldet der Parlamentskorrespondent vom Magazin "Der Spiegel". 

23.09 Uhr - Der Euro hat im frühen asiatischen Handel auf die Bundestagswahl mit Verlusten reagiert. Die Gemeinschaftswährung fiel auf 1,1899 Dollar. Am Freitagabend stand der Euro zum Handelsschluss noch bei 1,1951 US-Dollar. 

23:00 Uhr – Kommt die Jamaika-Koalition? Das Interesse an einer schwarz-gelb-grünen Regierung ist groß, weiß Social-Media-Redakteur Mischa Heuer. Die Nationalfarben des Karibikstaates werden als Umschreibung für eine Koalition von CDU/CSU, FDP und Bündnis 90/Die Grünen verwendet. In der Wahlnacht rangiert Deutschland auf Platz der weltweiten Suchanfragen für das Wort „Jamaika“. 

22.50 Uhr - DW-Reporter Hans Pfeifer vom Alexanderplatz in Berlin: 

22.29 Uhr - In Sachsen ist die AfD mit 29,4 Prozent vor der CDU mit 28,5 Prozent stärkste Partei, wie das Statistische Landesamt nach Auszählung von rund 90 Prozent der Gemeinden mitteilt. 

22.28 Uhr - Kanzlerin Merkel hat ihr Direktmandat in Mecklenburg-Vorpommern verteidigt, allerdings büßt sie mehr als zwölf Prozentpunkte ein. In ihrem Wahlkreis Vorpommern-Rügen/Vorpommern-Greifswald I bekommt sie 44 Prozent der Erststimmen, wie aus der in Schwerin veröffentlichten Statistik der Landeswahlleiterin nach Auszählung nahezu aller Wahlbezirke hervorgeht.

22:25 Uhr - Der Einzug der AfD in den 19. Deutschen Bundestag war absehbar, sagt der scheidende Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU). "Wahlen finden statt um die Erwartungen von Wählern an ihre politische Repräsentanz zum Ausdruck zu bringen", sagte er dem DW-Korrespondenten Christoph Strack, "und nicht die Erwartungen von politisch etablierten Parteien." 

Video ansehen 04:01

Lammert: "Wählervotum sorgfältig aufarbeiten"

22:20 Uhr - In der Heimat von CSU-Parteichef Horst Seehofer müssen die Christsozialen dramatische Verluste hinnehmen. Die CSU kommt im Wahlkreis Ingolstadt auf 41,7 Prozent der Zweitstimmen, ein Minus von 13,9 Prozentpunkten im Vergleich zur Bundestagswahl 2013. Insgesamt ist die CSU auf ihr schlechtestes Bundestagswahlergebnis seit 1949 abgestürzt. Nach einer Hochrechnung des BR Fernsehens erreicht sie nur noch 39,0 Prozent nach 49,3 Prozent 2013. 

22:15 Uhr - DW-Korrespondent Christoph Strack bei der Wahlparty der CDU: 

22:12 Uhr - Die Union hat bei der Bundestagswahl vor allem an FDP und AfD Stimmen abgegeben: Sie verlor nach einer Analyse des Instituts Infratest dimap rund 1,3 Millionen Wähler an FDP und rund 1,1 Millionen an die AfD. Die SPD gab mit 500.000 die meisten Stimmen an die AfD ab, dicht gefolgt von Wanderungen zur FDP (430.000), den Grünen (400.000) und der Linken (380.000). Die FDP erhielt außer den Stimmen früherer CDU/CSU-Wähler 430.000 von der SPD, 110.000 von den Grünen und 70.000 von den Linken. Wählerwanderungen gab es auch zwischen dem linken und dem rechten Rand des Parteienspektrums: 430.000 frühere Linken-Wähler machten jetzt ihr Kreuz bei der AfD. 

22:10 Uhr - EU-Ratspräsident Donald Tusk gratuliert Bundeskanzlerin Angela Merkel in einem Telefonat zum Sieg bei der Bundestagswahl. Das sagte ein Sprecher Tusks der Deutschen Presse-Agentur in Brüssel. Die offizielle Gratulation soll folgen, sobald Merkel formal im Amt bestätigt ist.

22.00 Uhr -  Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) gewinnt in seinem oberbayerischen Wahlkreis Weilheim zwar das Direktmandat, er hat aber deutlich an Zustimmung eingebüßt. Er verliert bei den Erststimmen 9,5 Prozentpunkte.

21.53 Uhr - AfD-Chefin Frauke Petry kritisiert nochmals die Wahlkampfführung ihrer Partei. Gleichzeitig erklärt sie im ZDF, die Wähler hätten sich vor allem aus Protest gegen Kanzlerin Angela Merkel und die große Koalition für die AfD entschieden. "Aber was wir brauchen, ist eine wirklich konservative Politikwende. Und die schaffen wir mit 13 Prozent nicht." 

21.49 Uhr - Der künftige Bundestag könnte der größte aller Zeiten werden. Eine von der ARD veröffentlichte Hochrechnung geht von 690 Sitzen im neuen Parlament aus. Der hohe Anstieg gegenüber den derzeit 630 Parlamentariern erklärt sich aus der großen Zahl der erwarteten Überhangs- und Ausgleichsmandate. Den bislang größten Bundestag gab es 1994 mit 672 Abgeordneten.

21.44 Uhr - Arbeitsministerin Andrea Nahles fordert nach der Wahlniederlage der Sozialdemokraten Veränderungen in ihrer Partei. Ein "Weiter so" könne es nicht geben. Nahles wird als Favoritin auf den SPD-Fraktionsvorsitz gehandelt. Eine große Koalition mit der Union schloss Nahles wie zuvor bereits Martin Schulz aus. 

Video ansehen 01:05

Merkel: "Wir wollen Wähler der AfD zurückgewinnen"

21.25 Uhr - In der Elefantenrunde von ARD und ZDF zeigten sich die Parteispitzen uneinig über eine mögliche Koalitionsbildung. Auf die Frage, ob sie zuversichtlich sei, bis Weihnachten eine stabile Regierung gebildet zu haben, antwortete Angela Merkel: "Ich bin generell zuversichtlich", sagte sie. "Seit vielen Jahren habe ich das Motto: In der Ruhe liegt die Kraft." 

21:20 Uhr - Welche Konsequenzen hat die Bundestagswahl für Deutschlands Rolle in Europa? AfD-Vorstand Jörg Meuthen sprach sich in der Elefantenrunde von ARD und ZDF für mehr Autonomie der "Vaterländer" aus: "Wenn eine Nation sagt, sie möchte eine geringere Menge an Flüchtlingen aufnehmen, dann ist das ihr gutes Recht", sagte er. Die Grünen-Spitzenkandidatin Katrin Göring-Eckhardt wolle die pro-europäischen Oppositionen in Ungarn und Polen stärker unterstützen und so einen Austritt der beiden Länder aus der EU verhindern. SPD-Parteichef Martin Schulz äußerte sich dagegen kritisch: "Die EU ist eine Rechtsgemeinschaft", sagte er. Staaten, die diese Rechtsgemeinschaft in Frage stellen würden, hätten die Gemeinschaft "im Prinzip" schon verlassen.

Video ansehen 01:22

Özdemir: "Politik nicht nur für heute und für jetzt"

21:16 Uhr - Merkel weist Spekulationen über eine mögliche Minderheitsregierung zurück. "Ich sehe das nicht. Ich habe die Absicht, dass wir zu einer stabilen Regierung in Deutschland kommen", sagte Merkel in der "Berliner Runde" von ARD und ZDF. Eine stabile Regierung sei bisher ein Kennzeichen der Bundesrepublik gewesen. Deutschland habe immerhin "verdammt viele Zukunftsaufgaben zu lösen". 

Video ansehen 02:07

Berliner Runde: Gereizte Stimmung

21:10 Uhr - Einer aktuellen Hochrechnung zufolge kommt die CDU auf 33 Prozent, die SPD auf 20,7. Die AfD liegt demnach bei 13 Prozent, die FDP bei 10,6, die Linke bei 9 und die Grünen bei 8,9. 

21:09 Uhr - Der Wahlerfolg der AfD hat in den sozialen Netzwerken heftige Reaktionen ausgelöst. Die rechtspopulistische Partei titelt auf ihrer Facebookseite: "Danke, Deutschland!". Dafür erntete sie von tausenden Anhängern Zuspruch. Empörten Gegenwind bekam sie dagegen bei Twitter: Vor allem Alexander Gauland löste mit seiner Ankündigung, die Bundesregierung "jagen" zu wollen, Entsetzen aus.

21:00 Uhr - "Das sind die Leute, die wirklich Hass schieben in Deutschland", sagt ein Mitglied der AfD dem DW-Korrespondenten Kai-Alexander-Scholz über die Proteste vor der AfD-Wahlparty in Berlin. Vor dem Gebäude nahe dem Berliner Alexanderplatz haben sich rund 1000 Demonstranten eingefunden, die als Reaktion auf den Einzug der Rechtspopulisten in den Deutschen Bundestag Sprüche wie "Nazis raus" skandieren. 

20:52 Uhr - Angela Merkel schließt einen Untersuchungsausschuss zur Flüchtlingspolitik nicht aus. "Ich scheue mich vor keinem Untersuchungsausschuss", sagt sie in ARD und ZDF. Der Ausschuss ist eine Forderung der AfD.

20:50 Uhr - "Der heutige Wahlsonntag ist eine Zäsur für Deutschland", schreibt die Chefredakteurin der Deutschen Welle, Ines Pohl. "Deutschland will sich wieder streiten." Sie sei aber zuversichtlich: Das Land werde die Herausforderung meistern.

Lesen Sie den ganzen Kommentar von Ines Pohl hier. 

20:45 Uhr - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in der Diskussion mit anderen Spitzenpolitikern in ARD und ZDF Mühe zu Wort zu kommen. Immer wieder unterbrechen der SPD-Parteivorsitzende Martin Schulz, der CSU-Spitzenkandidat Joachim Herrmann, aber auch der AfD-Bundessprecher Jörg Meuthen sie beim Beantworten ihrer Fragen. Die Stimmung ist aufgeheizt.

20:41 Uhr - Immer mehr Demonstranten versammeln sich am Alexanderplatz im Zentrum Berlins, um gegen die AfD zu protestieren. Auf einem Video der DW-Reporterin Kate Brady sind Menschen zu hören, die Sprüche wie "Nazis raus" skandieren. Polizeiketten hinderten die Demonstranten daran, sich dem Gebäude zu nähern, indem die AfD ihre Wahlparty feiert. Beamte führten mehrere Personen ab. Der Balkon, von dem aus AfD-Anhänger die Demonstration verfolgten, wurde geräumt, weil Demonstranten Gegenstände in die Richtung des Sicherheitspersonals warfen.

20:38 Uhr - Merkel reagiert auf die Attacken von Martin Schulz und verweist auf die Zusammenarbeit in der großen Koalition. Sie sei traurig, "dass die gute Arbeit, die Sie in der großen Koalition gemacht haben, jetzt so kritisiert wird." Rechnerisch gebe es zwei Möglichkeiten für eine Koalition, auch die große Koalition. Da unterbricht Schulz. "Rechnerisch" sagt er in sarkastischem Unterton, der keinen Zweifel lässt, dass er die Arbeit der großen Koalition nicht fortsetzen will. 

20:32 Uhr - In der Elefantenrunde wird der Ton zwischen Schulz und Merkel immer schärfer. "Diese Regierung ist abgewählt", betont er. "Und Sie sind die größte Verliererin." Er lässt keinen Zweifel daran, dass die SPD in die Opposition geht. "Wir sind eine Partei, die Verantwortung für dieses Land hat", erklärt er. Eine starke Opposition sei in dieser Situation wichtig. Er sei der Ansicht, eine Koalition aus Union, FDP und Grünen komme zustande. Dabei müssten sich die FDP und die Grünen keine Hoffnungen machen, dass sie ihre Themen einbringen könnten, sagt er in Richtung der Kanzlerin.

20:28 Uhr - Lindner stellt sich in der Elefantenrunde an die Seite der Bundeskanzlerin. In Richtung von Martin Schulz sagt er: "Es geht jetzt nicht um eine Fortsetzung des Wahlkampfs, Herr Schulz." Es gehe nun Stabilität. "Es prüfe sich jeder, welche Rolle er spielen mag", sagte Lindner mit Blick auf die Koalitionsabsage der SPD.

20:23 Uhr - Martin Schulz attackiert Angela Merkel für einen "skandalösen" Wahlkampf. Bei der "Berliner Runde" von ARD und ZDF sagte er: "Ich glaube, dass Frau Merkel eine große Verantwortung trägt." Die Union müsse sich nun Gedanken über ihre Zukunft machen.

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