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Kampf gegen Extremismus

Libanon, Hisbollah, Syrien: Pause im Kampf gegen den IS

Sowohl der Libanon als auch die Hisbollah-Miliz und die syrische Armee haben - unabhängig voneinander - eine Waffenruhe im Kampf gegen den "Islamischen Staat" angekündigt. Der Libanon will über Geiseln verhandeln.

Soldaten sitzen auf Armeefahrzeugen (Foto: Picture Alliance)

Am Rande der Grenzstadt Ras Baalbek kämpft die libanesische Armee gegen die Dschihadisten-Miliz IS (Archivbild)

Zuerst hat die libanesische Armee eine einseitige Feuerpause gegen die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) verkündet. In der Grenzregion zu Syrien würden seit 7.00 Uhr Ortszeit (6.00 Uhr MESZ) die Waffen vorerst ruhen, erklärten die Streitkräfte.

Die Armee will mit den Extremisten über die Freilassung libanesischer Soldaten verhandeln, die seit drei Jahren als Geiseln gehalten werden. Demnach ist das Schicksal von neun Soldaten, die vom IS gefangengenommen wurden, noch unbekannt. Aus Sicherheitskreisen heißt es, dass vermittelnde Gespräche bereits begonnen hätten.

Die Dschihadisten hatten im August 2014 den Grenzort Aarsal überfallen und insgesamt 30 libanesische Soldaten und Polizisten entführt. Vier von ihnen wurden vom IS getötet, einer starb an seinen Verletzungen und 16 weitere wurden freigelassen.

Offensive vor einer Woche begonen

Die Armee will den Nordosten des Libanon vom IS befreien. Sie hatte deshalb vor einer Woche nahe der Stadt Ras Baalbek eine Großoffensive gegen die letzten Stellungen der Dschihadisten in dem gebirgigen Grenzgebiet zu Syrien gestartet. Unabhängig davon hatte auch die schiitische Hisbollah-Miliz an der Seite der syrischen Armee des Machthaber Bashar al-Assad eine Offensive gegen den sunnitischen IS von der anderen Seite der Grenze begonnen.

Kurz nach der Ankündigung der libanesischen Waffenruhe verkündeten auch diese weiteren Kampfparteien über den TV-Sender der Hisbollah, al-Manar, eine einseitige Kampfpause gegen den IS, die zur selben Zeit in Kraft trat. Es gehe um eine "umfassende Einigung auf ein Ende der Kämpfe gegen den IS" in der Region West-Kalamun auf der syrischen Seite der Grenze, hieß es.

In der vergangenen Woche hatten sowohl der Libanon als auch die Hisbollah-Miliz bekannt gegeben, dass sie erhebliche Fortschritte im Kampf gemacht haben und die Dschihadisten zurückdrängen würden.

ust/sti (afp, rtr)

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