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Fußball

Leverkusen wieder Spitze, Wolfsburg verliert

Bayer Leverkusen gibt sich erneut keine Blöße und zieht in der Tabelle wieder an Bayern München vorbei. Schalke verschenkt Punkte. Wolfsburg schlittert mit der fünften Heimniederlage weiter in die Krise

Jubel Sami Hyppiä (Foto: AP)

Hyppiä bejubelt sein erstes Tor für Bayer

Herbstmeister Bayer Leverkusen hat im Fernduell mit Bayern München eindrucksvoll zurückgeschlagen und sich nach nur einem Tag wieder an die Tabellenspitze in der Fußball-Bundesliga gesetzt. Die Mannschaft von Trainer Jupp Heynckes siegte im Sonntagsspiel bei 1899 Hoffenheim überlegen mit 3:0 (1:0). Bayer bleibt damit ungeschlagen und hat nun wieder den gewohnten Zwei-Punkte-Vorsprung auf die Münchener. Hoffenheim versinkt nach der sechsten Partie in Folge ohne Sieg dagegen immer mehr im Mittelmaß.

Der finnische Routinier Sami Hyypiä hatte Leverkusen nach einem Freistoß von Toni Kroos mit seinem ersten Bundesligator in Führung gebracht (11.). Kroos mit seinem achten Saisontreffer (51.) und Tranquillo Barnetta (72.) erhöhten nach der Pause auf 3:0. Jupp Heynckes war dennoch nicht ganz zufrieden. "Wir haben den Gegner nach dem 1:0 durch Fahrlässigkeit wieder stark gemacht. Das war völlig überflüssig", sagte der Coach: "Ich habe in der Pause gesagt, dass wir mehr Initiative übernehmen müssen." Das habe die Mannschaft gut umgesetzt. "In der zweiten Halbzeit war zu sehen, dass wir zu Recht da oben stehen."

Bayern unaufhaltsam

Die Münchner Bastian Schweinsteiger, Thomas Müller, Arjen Robben, Philipp Lahm, Mark van Bommel und Mario Gomez feiern Ivica Olic (v.l.) nach dessen Tor (Foto: AP)

Schweinsteiger, Müller, Robben, Lahm, van Bommel, Gomez und Olic (v.l.) feiern

Zuvor hatte der FC Bayern München seine beeindruckende Siegesserie fortgesetzt. Die Elf von Trainer Louis van Gaal gewann den Nord-Süd-Schlager bei Werder Bremen mit 3:2 (2:1). Der Sieg ginge in Ordnung, dennoch aber habe man eine ganze Reihe von Chancen ausgelassen, monierte der Coach anschließend: "Wir hatten die Möglichkeiten, haben sie aber nicht genutzt. Und dann kann es passieren, dass wir so ein Spiel auch noch verlieren." Glücklicherweise sei das nicht der Fall gewesen, ergänzte van Gaal und so habe man hoch verdient gewonnen. Mit dem sechsten Sieg in Serie unterstrich der deutsche Rekordmeister seine eindrucksvoll Titelambitionen.

Schalke kassiert späten Ausgleichstreffer

Bochums Sestak (l.) jubelt mit Freier über sein Tor zum Ausgleich (Foto: AP)

Sestak (l.) jubelt mit Freier über sein Ausgleichstor

Unterdessen verspielte Schalke 04 im kleinen Revierderby beim VfL Bochum einen 2:0-Vorsprung und damit die Tabellenführung. Die Königsblauen mussten sich am Ende mit einem 2:2 (2:0) zufrieden geben. Stanislav Sestak erzielte in der Nachspielzeit den Bochumer Ausgleich.

Äußerlich gefasst, aber merklich verärgert meinte Schalke-Coach Felix Magath: "Es ist leider immer zu befürchten, gerade wenn man mit zwei Toren auf fremdem Platz führt, dass sich der ein oder andere dann vielleicht zu sicher fühlt. Das war bei uns der Fall." Man habe leider zweimal geschlafen. Dann stehe man eben am Ende da und habe zwei Punkte verschenkt, grantelte Magath. Mit 38 Punkten hat Schalke als Dritter genauso viele Zähler auf dem Konto wie der Zweite aus Leverkusen.

Mit einer Glanz-Vorstellung hat die Dortmunder Borussia ihre Erfolgsserie fortgesetzt und ihren Platz in den Europacup-Rängen gefestigt. Die Westfalen gewannen das Verfolger-Duell mit dem Hamburger SV verdient mit 1:0 (1:0) und blieben damit auch im zwölften Spiel in Folge unbesiegt. Nelson Valdez besiegelte mit seinem dritten Saisontreffer den verdienten Erfolg. Die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp ist damit seit nunmehr 600 Minuten im heimischen Stadion ohne Gegentor. Entsprechend zufrieden zeigte sich der Dortmunder Coach: "Wir waren ein sehr unangenehmer Gegner, haben daraus resultierend ein richtig gutes Fußballspiel gemacht. Einer Mannschaft wie dem HSV nur zwei Chancen, wenn auch nicht so kleine, zuzulassen, das ist ein Qualitätsmerkmal." Deshalb sei es ein verdienter Sieg seiner Mannschaft gewesen, urteilte Klopp. Durch den sechsten Dreier in Serie rückte der BVB in der Tabelle mit jetzt 36 Punkten vor die Hanseaten auf Platz vier.

"Wölfe" verlieren, für Veh wird es eng

Wolfsburgs Trainer Armin Veh auf der Bank (Foto: AP)

Wie lange darf Armin Veh noch bleiben?

Für Armin Veh, den Trainer des Deutschen Meisters VfL Wolfsburg, wird die Luft immer dünner. Gegen den 1.FC Köln leistete sich seine Mannschaft die bereits fünfte Heimniederlage der Saison. Zweimal konnten die Wolfsburger zwar Rückstände egalisieren, am Ende hieß es aber 2:3 (1:1). "Was soll der Trainer gegen solche individuellen Fehler machen?", fragte Torhüter André Lenz, der noch einer der besten Wolfsburger war, nach dem Spiel. "Die Fehler werden schließlich auf dem Platz gemacht." Dennoch könnte es für Veh, dessen Mannschaft nun nur noch Platz zehn der Tabelle belegt und seit neun Spielen ohne Sieg ist, das letzte Spiel auf der Wolfsburger Bank gewesen sein.

Weiterhin in der Luft hängt zudem die Verpflichtung des Brasilianers Rafinha von Schalke 04. Der Transfer hänge noch an der Zustimmung von Felix Magath, sagte Wolfsburgs Manager Dieter Hoeneß. Die in den Medien kolportierte Ablösesumme von rund 14 Millionen Euro sei allerdings utopisch und habe, so Hoeneß, mit der Wirklichkeit nichts zu tun.

Misslungene Rückkehr von Trainer Slomka

Der Mainzer Schürrle war nach seinem Siegtreffer nicht zu halten und rennt über den ganzen Platz (Foto: AP)

Der Mainzer Schürrle nach seinem Treffer zum 1:0-Sieg

Das Debüt von Mirko Slomka auf der Trainerbank von Hannover 96 war nicht von Erfolg gekrönt. Die Niedersachsen verloren beim FSV Mainz 05 mit 0:1 (0:1) und bleiben nach dem achten Spiel ohne Sieg weiter mit nur 17 Zählern auf dem Relegationsplatz. Klar, dass Trainer Slomka nicht mit allem was seine 96`er zu Wege brachten, zufrieden sein konnte: "Sehr ärgerlich war für uns, so frühzeitig in Rückstand zu geraten. Aber wir haben dann stabil weiter gespielt und standen sehr gut in der Defensive." Allerdings habe man auch zu wenige Torchancen kreiert und zuwenig nach vorne gemacht, kritisierte Slomka.

Nürnberg und Hertha kommen kaum voran

Slomkas Vor-Vorgänger Dieter Hecking blieb auch im zweiten Spiel unter seiner Regie mit dem 1. FC Nürnberg ohne Sieg und verpasste damit den erhofften Befreiungsschlag im Abstiegskampf. Der Tabellenvorletzte kam gegen Eintracht Frankfurt zuhause nicht über ein mageres 1:1 (1:1) hinaus und wartet seit nunmehr sechs Spielen auf einen Sieg. Die Eintracht blieb dagegen auch in der sechsten Partie in Folge unbesiegt und festigte ihren Platz im Mittelfeld.

Trainer Funkel verzieht das Gesicht und scheint nicht zufrieden zu sein mit seiner Hertha (Foto: AP)

Hertha-Trainer Funkel macht keinen zufriedenen Eindruck

Die selbst verkündete Aufholjagd von Hertha BSC ist schon auf der zweiten Etappe ins Stocken geraten. Das Tabellenschlusslicht musste sich gegen Borussia Mönchengladbach mit einem 0:0 begnügen. Damit leuchtet die Rote Laterne auch nach 125 Tagen weiter in Berlin. Das Team von Trainer Friedhelm Funkel dominierte zwar das Geschehen, traf aber das Gladbacher Tor nicht. Die Borussia vergab einen Elfmeter, als Juan Arango kurz vor der Pause am überragenden Hertha-Schlussmann Jaroslav Drobny scheiterte.

Am Freitag hatte der VfB Stuttgart seine Erfolgsserie unter Trainer Christian Gross auch im baden-württembergischen Derby fortgesetzt und einen weiteren Schritt aus der Abstiegszone gemacht. Die Schwaben gewannen beim Aufsteiger SC Freiburg mit 1:0 (1:0) und kletterten nach dem dritten Sieg in Folge auf Platz elf.

Autor: Calle Kops/Andreas Ziemons

Redaktion: Joachim Falkenhagen

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