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Fußball

Schalke schleppt sich auf Rang zwei

Der S04 hat die Chance genutzt und sich hinter Leverkusen den zweiten Platz zurückgeholt. Während der Spitzenreiter allerdings überzeugen konnte, enttäuschte Schalke. Hinter dem Führungsduo lauern die Bayern und der HSV.

Kuranyi (m.) feiert nach seinem Tor mit den Mannschaftskameraden Edu, Rafinha und Farfan. (Foto: AP)

Kuranyi (m.) nach seinem Tor mit Edu, Rafinha und Farfan

Der FC Schalke 04 ist mit einem mühevollen Sieg in die Rückrunde der Fußball-Bundesliga gestartet. Die Königsblauen setzten sich am Sonntag im Duell der Altmeister gegen den 1. FC Nürnberg glücklich mit 1:0 (0:0) durch und haben nach dem 18. Spieltag als Tabellenzweiter mit 37 Punkten wieder nur einen Zähler Rückstand auf Spitzenreiter Bayer Leverkusen. Dabei bewahrte ausgerechnet Kevin Kuranyi die Schalker vor einer Pleite. Nur dank seines neunten Saisontreffers in der 48. Minute feierten die Gelsenkirchener den vierten Sieg nacheinander. Doch auch der Schütze des goldenen Tores musste zugeben, dass es ein schmeichelhafter Sieg der Schalker war: "Es war nicht einfach. Wir haben keine besonders gute erste Halbzeit gespielt. In der zweiten haben wir es dann gut gemacht. Aber wichtig war, dass wir die drei Punkte zuhause behalten haben und den Rest müssen wir noch besser machen", gab Kuranyi zu. Nürnberg bleibt durch die Niederlage mit sechs Punkten Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz Vorletzter der Bundesligatabelle.

Bayer 04 bleibt auf Titelkurs

Leverkusens Tranquillo Barnetta bejubelt sein Tor. Stefan Kiessling wartet auf seinen Teamkollegen. (Foto: AP)

Barnetta (l.) bejubelt sein Tor

Am Samstag legte Herbstmeister Bayer Leverkusen einen glänzenden Rückrundenstart hin und feierte gegen den FSV Mainz 05 einen 4:2-Heimsieg (3:1). Damit verdrängte die Werkself den FC Bayern München gleich wieder von Tabellenplatz eins. Der deutsche Rekordmeister hatte zum Auftakt des 18. Spieltags am Freitag 1899 Hoffenheim mit 2:0 (1:0) die Grenzen aufgezeigt und vorübergehend die Spitzenposition übernommen. Das Team von Trainer Jupp Heynckes knüpfte in der heimischen Arena gleich wieder an seine Leistungen der Hinrunde an. Dennoch kritisierte der Coach, man sei wieder nur holprig ins Spiel gekommen. Nach dem 0:1-Rückstand habe seine Mannschaft aber hervorragend reagiert. "Wir haben sehr engagiert, sehr motiviert gespielt. Wir vor haben sehr viel Ballbesitz gehabt, auch sehr gut nach vorne gespielt und dann unsere Tore erzielt", lobte Heynckes.

HSV stark trotz verletzter Stammspieler

Marcel Jansen trifft zum 1:0 gegen Freiburg. Mladen Petric feiert den Torschützen. (Foto: dpa)

Jansen (l.) mit Petric nach seinem 1:0 gegen Freiburg

Hinter dem FC Bayern auf Platz vier rangiert der Hamburger SV, der Aufsteiger SC Freiburg mit 2:0 (1:0) bezwang. Dabei trotzten die Hansestädter ihren weiterhin anhaltenden Verletzungssorgen und blieben bereits zum fünften Mal nacheinander ungeschlagen. Damit hat der HSV 34 Punkte auf dem Konto und bleibt in Lauerstellung. HSV-Trainer Bruno Labbadia war zufrieden: "Wir freuen uns natürlich, dass wir einen guten Start in die Rückrunde hingelegt haben, dass wir das fortgesetzt haben was wir am Schluss in der Vorrunde gezeigt haben." Man sei sehr geschlossen aufgetreten und habe trotz der schlechten Platzverhältnisse gute Torchancen herausgespielt, betonte Labbadia.

Dortmund hält Kurs auf Europa

Borussia Dortmund hat seine Siegesserie fortgesetzt und sich in der Spitzengruppe der Liga festgesetzt. Der BVB gewann am Sonntag beim 1. FC Köln nach einem regelrechten Fußballkrimi mit 3:2 (2:0). Youngster Kevin Großkeutz erzielte in letzter Minute den entscheidenden Treffer und machte damit den fünften Dortmunder Sieg in Folge und das elfte Ligaspiel ohne Niederlage perfekt. In der Tabelle ist die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp weiterhin Fünfter, baute aber mit jetzt 33 Punkten den Vorsprung auf den nächsten Verfolger Werder Bremen auf bereits fünf Zähler aus. Trotz aller Dramatik habe sein Team zu Recht gewonnen, meinte BVB-Coach Klopp: "Ich denke, dass wir mit der Energieleistung von Kevin Großkreutz in der letzten Minute dann auch als verdienter Sieger vom Feld gehen, auch wenn es natürlich durchaus eine unglückliche Niederlage wurde für Köln, weil sie sich das 2:2 dann eben noch erkämpft haben." Aber so sei dann eben auch Fußball, ergänzte Klopp.

Mats Hummels (m.) brachte den BVB mit seinen beiden frühen Toren in Führung und wird von seinem Team gefeiert. (Foto: dapd)

Mats Hummels (m.) brachte den BVB mit seinen beiden frühen Toren in Führung

Unterdessen droht Werder Bremen den Anschluss an die vorderen Plätze zu verpassen. Die Hanseaten verloren bei Eintracht Frankfurt mit 0:1 (0:0) und kassierten damit bereits die dritte Niederlage in Serie. Entsprechend hatte Werder-Coach Thomas Schaaf einiges auszusetzen: "Wir haben heute ein Spiel gesehen das wir schon einige Male in dieser Saison gesehen haben. Wir waren vielleicht spielbestimmend und hatten Ballkontrolle, aber wir haben nicht das Ergebnis abgeliefert das nötig ist." Die Frankfurter Eintracht dagegen festigte mit dem Erfolg ihren Platz im Mittelfeld der Tabelle.

Stuttgarter Aufwärtstrend

Ein großer Schritt weg vom Tabellenende gelang dem VfB Stuttgart mit einem 3:1-Heimerfolg (1:0) gegen Titelverteidiger VfL Wolfsburg. Durch den Sieg gegen den Club ihres Ex-Trainers Armin Veh verbesserten sich die Schwaben auf Rang zwölf. Erschöpft aber glücklich zeigte sich der Stuttgarter Verteidiger Christian Träsch nach der Partie: "Wir haben uns vorgenommen, da weiter zu machen, wo wir in der Vorrunde aufgehört haben. Das haben wir geschafft." Insbesondere in der ersten Halbzeit habe man echt super Fußball gespielt, meinte Träsch.

Unterdessen wartet Borussia Mönchengladbach weiter auf den ersten Erfolg gegen den VfL Bochum seit September 1997. Mit 2:1 (2:0) entführte die Revier-Elf auch diesmal die Punkte aus dem Borussia-Park und machte in der Tabelle einen Sprung auf den 13. Platz.

Berliner Lebenszeichen

Lukasz Piszczek schießt die Berliner in Führung. Kapitän Arne Friedrich kann ihn kaum halten. (Foto: dpa)

Piszczek (l.) mit Friedrich nach seinem Führungstreffer

Das Ligaschlusslicht Hertha BSC feierte einen 3:0-Erfolg (2:0) bei Hannover 96 und landete mit dem zweiten Saisonsieg den ersehnten Befreiungsschlag im Abstiegskampf. Für den Trainer der Hauptstädter Friedhelm Funkel ein perfekter Rückrundenstart der auch verdient zustande kam: "Ich glaube man hat von Beginn des Spiels an gesehen, dass wir gewinnen wollten. Wir waren spielerisch sehr stark, sehr oft im Ballbesitz und haben gut nach vorne gespielt." Bis auf wenige Phasen habe man das Spiel auch ganz gut kontrolliert und auch bestimmt, analysierte Funkel.

Autor: Calle Kops

Redaktion: Wolfgang van Kann

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