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Fußball

Leverkusen im Achtelfinale ausgeschieden

Bayer Leverkusen verpasst erneut das Viertelfinale der Champions League. Bei Atletico Madrid steht das Weiterkommen lange auf der Kippe - erst im Elfmeterschießen fällt die Entscheidung gegen die Werkself.

Bayer Leverkusen hat den Einzug ins Viertelfinale der Champions League erneut verpasst. Der Tabellenvierte der Bundesliga unterlag denkbar knapp beim spanischen Meister Atletico Madrid. Die Entscheidung fiel erst im Elfmeterschießen, wo sich die Werkself drei Fehlversuche leistete und mit 2:3 verlor. Zuvor hatte es nach 120 Minuten durch einen Treffer von Mario Suarez 1:0 (1:0, 1:0) für die Spanier gestanden, die damit den

1:0-Hinspielerfolg

von vor drei Wochen egalisierten. Seit 2002 hat es Bayer nicht mehr in die Runde der letzten Acht geschafft. In den Jahren 2005, 2012 und 2014 war ebenfalls im Achtelfinale Endstation.

Zerfahrene Partie - wenig Fußball

Die Leverkusener begannen vor der lautstarken Kulisse von 50.000 Zuschauern im Estadio Vicente Calderon trotz ihrer passablen Ausgangslage aus dem Hinspiel extrem nervös und leisteten sich viele Abspielfehler. Atletico schlug daraus aber zunächst kein Kapital. Die Aktionen der "Rojiblancos" waren meist überhastet, zu oft versuchten sie es mit langen Bällen, die der starke Rückenwind zur leichten Beute von Bayer-Keeper Bernd Leno machte. Der frühere Bayern-Stürmer Mario Mandzukic hatte kurz nach dem 1:0 noch die große Chance zum 2:0, bei der Wendell aber in letzter Sekunde zur Stelle war. Die erste gute Möglichkeit hatte zuvor Leverkusen, als Karim Bellarabi in der 10. Minute frei zum Schuss kam, sein Versuch von der Strafraumgrenze aber knapp am linken Pfosten vorbeiging.

Champions League Atletico Madrid vs Bayer Leverkusen, Zweikampf (Foto: Dennis Grombkowski/Bongarts/Getty Images)

Viel Kampf, wenig schöne Aktionen - das Spiel in Madrid ist eine Geduldsprobe für Teams und Zuschauer

Nach 22 Minuten hatten die Gäste Pech, als Torwart Angel Moya nach einer unglücklichen Abwehraktion gegen Heung-Min Son verletzungsbedingt vom Feld und von Jan Oblak ersetzt werden musste. Auf das Spiel von Atletico hatte das aber keine negativen Auswirkungen, weil Bayer auch keinen Zugriff mehr auf das Spiel bekam und den Madrilenen die Initiative überließ. Nach einem überflüssigen Foul von Emir Spahic, für das der Bosnier seine dritte Gelbe Karte der Champions-League-Saison sah, erzielte Madrids Suarez schließlich das 1:0. Zunächst klärte die Bayer-Defensive, der Ball tropfte Suarez vor den Fuß, der diagonal aus 16 Metern abzog. Sein Schuss wurde von Ömer Toprak unglücklich abgefälscht. Leno war ohne Chance.

Leno hält Bayer im Spiel

Nach der Pause wurde die Partie noch unansehnlicher als noch vor dem Seitenwechsel. Es gab kaum zusammenhängende Aktionen, allerdings erhöhten die Madrilenen mit der Führung im Rücken den Druck und suchten die Entscheidung. Die Gäste kamen kaum zu Entlastungsangriffen. Josip Drmic hatte als einzige Spitze einen schweren Stand und wurde später durch Stefan Kießling ersetzt. Auch Bellarabi und Hakan Calhanoglu konnten nicht wie gewohnt Akzente setzen. Zudem war neben Spahic mit Toprak auch der zweite Innenverteidiger nach einer Stunde mit Gelb belastet. Beide mussten sich in den Zweikämpfen zurückhalten, zumal dem italienischen Schiedsrichter der gelbe Karton recht locker in der Tasche saß. Insgesamt zehn Mal zeigte er Gelb.

Champions League Atletico Madrid vs Bayer Leverkusen, Tor Atletico (Foto: dpa)

Toprak fälscht ab und Leno greift ins Leere - das 1:0 für Atletico setzt Bayer unter Druck

Atletico besaß die besseren Möglichkeiten und hätte das Spiel vorzeitig entscheiden können. Arda Turan hatte kurz vor Ende der regulären Spielzeit das 2:0 auf dem Fuß, doch Leno war auf dem Posten und rettete sein Team damit in die Verlängerung. Auch in den beiden Extra-Viertelstunden machte Madrid den gefährlicheren Eindruck, doch Leno blieb aufmerksam und entschärfte alles, was auf sein Tor kam. Die Entscheidung in einer insgesamt schwachen, aber bis zum Ende spannenden Partie musste daher im Elfmeterschießen fallen. Raul Garcia vergab gleich den ersten Penalty. Da auch die Bayer-Profis Calhanoglu und Toprak sowie der Madrilene Koke scheiterten, kam es auf die beiden letzten Schützen an. Fernando Torres traf, Kießling schoss drüber, die Werkself war ausgeschieden.

Zwar kann sich Bayer Leverkusen auf die Fahnen schreiben, es erneut unter die besten 16 Mannschaften Europas geschafft zu haben. Allerdings muss sich die Werkself vorwerfen lassen, insgesamt viel zu wenig für das Erreichen des Viertelfinals getan zu haben. Die Leistung in Madrid war insgesamt zu schwach, um Atletico ernsthaft unter Druck zu setzen. Hinzu kommt, dass Bayer bereits im Hinspiel zu viele gute Chancen leichtfertig liegenließ und so kein größeres Polster als das knappe 1:0 mit nach Madrid nahm.

"Wir wollten unbedingt ins Viertelfinale, aber so ist Fußball auch mit der Enttäuschung. Wir hatten einfach zu viel Respekt", sagte Simon Rolfes. "Das ist natürlich sehr bitter, im Elfmeterschießen zu verlieren", meinte Sportchef Rudi Völler.

Arsenal scheitert erneut

Im parallel laufenden Achtelfinal-Rückspiel gewann der FC Arsenal aus London beim AS Monaco mit 2:0 (1:0). Olivier Giroud (36.) und Aaron Ramsey (79.) erzielten die Tore. Trotz des Sieges scheiterten die "Gunners" aber zum fünften Mal in Folge bereits im Achtelfinale der Champions League. Sie hatten das Hinspiel in London überraschend deutlich mit 1:3 verloren.

Am Mittwoch versucht

Borussia Dortmund

trotz einer 1:2-Hinspielniederlage im Rückspiel vor eigenem Publikum gegen Juventus Turin das Viertelfinale zu erreichen.

Und hier gibt es den Liveticker der Partie Atletico Madrid gegen Bayer 04 Leverkusen zum Nachlesen.

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