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Fußball

Bayern mit Rekordsieg gegen Donezk

Nach dem mageren 0:0 im Hinspiel setzen die Bayern zuhause ein Ausrufezeichen: Mit 7:0 fegt der deutsche Meister Schachtjor Donezk vom Platz - ein Rekordsieg auch gegen die Kritiker von Trainer Guardiola.

Entschieden war diese Partie eigentlich schon nach drei Minuten: Pass auf Mario Götze, Donezk-Verteidiger Alexander Kucher grätschte aus vollem Lauf - und traf nur den WM-Final-Torschützen, nicht aber das Spielgerät. Die Folge: die umstrittene Doppelbestrafung aus Strafstoß und Roter Karte für Kucher. Nachdem Letzterer mit hängendem Kopf vom Platz ging, versenkte Thomas Müller gewohnt sicher vom Elfmeterpunkt (4. Minute). "Das Foul und der Platzverweis nach zwei Minuten haben uns voll in die Karten gespielt", sagte Holger Badstuber nach der Partie, "wir haben das eiskalt ausgenutzt."

Powerplay mit Kurzpassorgie

Die Münchener nutzten danach ihre Überzahl aus und setzten Donezk mächtig unter Druck: Zunächst verpasste Arjen Robben um Haaresbreite eine präzise Hereingabe von Robert Lewandowski (8.) und dann wollte der polnische Nationalstürmer einen Kopfball etwas zu genau platzieren und traf den Pfosten (24.). Münchens Dominanz war zu diesem Zeitpunkt schier zu greifen: In den ersten 25 Minuten zählten die Statistiker beim FCB schwindelerregende 170 Pässe, Donezk kam gerade mal auf 39 Zuspiele. Das 2:0 war da nur die logische Folge: Verteidiger Jérôme Boateng war in der 34. Minute zur Stelle nachdem Schachtjor-Keeper Andrei Pjatow einen Schuss von Lewandowski nur noch abklatschen lassen konnte.

Badstubers Tor-Comeback

Zur Pause herrschte bei Donezk angesichts der Bayern-Dominanz nur noch Resthoffnung auf ein Weiterkommen, in der 50. Minute war der Deckel dann endgültig drauf: Frank Ribéry setzte sich auf der linken Außenbahn schön durch, dribbelte in den Strafraum, passte auf David Alaba, der sofort wieder auf den Franzosen ablegte und Ribéry schlenzte den Ball ins lange Eck - 3:0. Und dies war offenbar auch der Knackpunkt in Sachen Motivation bei Donezk, denn jetzt ging es für die Bayern ganz leicht: Zwei Minuten nach seinem Tor setzte sich Ribéry erneut auf links durch, legte zurück und Müller machte sein zweites Tor des Abends, dieses Mal aus dem Spiel heraus. Und dann durfte auch noch einer treffen, der sich darüber besonders freute: Verteidiger Holger Badstuber köpfte eine gut getimte Flanke von Rafinha zwar genau auf den bis dahin guten Pjatow, doch der lies den Ball ins Tor abklatschen (63.) - 5:0. Bastuber, der vor der Partie erklärte, "Für solche Spiele lebt man", jubelte ausgelassen über seinen Treffer. Schließlich saß der ehemalige und vielleicht auch wieder künftige Nationalspieler nach zwei Kreuzbandrissen bei solch wichtigen Partien fast zwei Jahre lang nur auf der Tribüne. Jetzt ist er zurück und wurde stürmisch von seine Teamkollegen für sein Tor gefeiert.

Alexander Kucher sieht Rot für ein Foul an Mario Götze - und Thomas Müller trifft per Elfmeter zum 1:0 (Foto: CHRISTOF STACHE/AFP/Getty Images)

Schlüsselszene: Alexander Kucher sieht Rot für ein Foul an Mario Götze - und Thomas Müller trifft per Elfmeter

Und natürlich ging danach noch mehr für die Bayern, die sich regelrecht freigeschossen hatten: Robert Lewandwoski schraubte das Ergebnis nach einer langen Flanke von Bastian Schweinsteiger noch ein Tor höher (75.), ehe Mario Götze kurz vor dem Ende mit einem Beinschuss den 7:0 Endstand herstellte (87.) - und damit den Champions-League-Rekord der Bayern einstellte. Erst einmal hatten die Bayern einen solch hohen Sieg in der Champions League feiern dürfen, vor drei Jahren gegen den FC Basel.

Paris kämpft sich ins Viertelfinale

Am Ende war es eine beeindruckende Rehabilitation der Bayern für den sehr mäßigen Auftritt im Hinspiel, nachdem es auch Kritik für Trainer Guardiola gab. Unter der Woche wirkte er ansgepannt, warnte vor Donezk - nun jubelte er ausgelassen über die sieben Tore der Bayern. Alles Indizien, dass auch ein Startrainer wie der Spanier so etwas wie Druck spürt. Begünstigt durch den frühen Platzverweis für Kucher hatte seine Elf an diesem Abend nun endlich wieder die Räume für ihr nahezu ungestörtes Kurzpassspiel.

Im zweiten Achtelfinalspiel des Abends ging es deutlich enger zu als in München: Trotz eines frühen Platzverweises gegen Zlatan Ibrahimovic (31.) erreichte Paris St. Germain am Ende gegen den FC Chelsea das Viertelfinale. Der französische Fußballmeister fightete sich im Rückspiel in London zu einem 2:2 (1:1, 0:0) nach Verlängerung. Dank der Auswärtstorregel ist Paris nach dem 1:1 im Hinspiel damit weiter. Gary Cahill (81. Minute) und Eden Hazard (96./Handelfmeter) hatten die Gastgeber zweimal in Führung gebracht, David Luiz (86.) und Thiago Silva (114.) jeweils für Paris ausgeglichen.

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