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Sport

Leiser Abschied von Franka Dietzsch

Der Auftakt zum fünften Wettkampftag der Leichatthletik-Weltmeisterschaften in Berlin verlief unspektakulär, brachte aber aus deutscher Sicht das frühe Aus einer großen Athletin.

Diskuswerferin Franka Dietzsch (Foto: dpa)

Das Finale verpaßt: Diskuswerferin Franka Dietzsch

Diskuswerferin Nadine Müller (Foto: dpa)

Mit einem Wurf im Finale: Diskuswerferin Nadine Müller

Das traurige Karriereende erlebte die 41jährige Diskuswerferin Franka Dietzsch, die Seniorin im deutschen Team. Verletzungsbedingt verliefen die letzten Monate für die Titelverteidigerin nicht so, wie geplant und das zeigte sich auch in der Qualifikation. Ihre ersten beiden Versuche ungültig, der dritte Wurf blieb deutlich unter der Qualifikationsnorm und so verpasste die dreimalige Weltmeisterin das Finale bei ihrer 10. WM-Teilnahme. Trotz ihrer Probleme hatte Dietzsch das Erreichen des Finales als Minimalziel angegeben.

Gleich mit dem ersten Wurf hat dagegen Diskuswerferin Nadine Müller das Finale bei den Leichathletik-Weltmeisterschaften erreicht. Nadine Müller war überraschend Deutsche Meisterin geworden und hatte sich so für Berlin qualifiziert.

Weitgehend gute Vorkampfleistungen

Mit Alexander John und Helge Schwarzer haben gleich zwei deutsche Hürdensprinter das Halbfinale über 110 m Hürden erreicht. Trotz einer Oberschenkelverletzung steht auch Olympiasieger Dayron Robles aus Kuba im Semifinale. Hochspringer Raul Spank kam zwar nicht ganz fehlerfrei über die Latte, kam aber letztlich mit übersprungenen 2,30 m wie erwartet ins Finale der besten zwölf Hochspirnger. Trotz eines schwachen Weitsprungs liegt die deutsche Zehnkampf-Hoffnung Pascal Behrenbruch auf Bestleistungskurs. Nach drei Disziplinen belegt er den neunten Rang, einen Platz vor seinem Teamgefährten Norman Müller. Moritz Cleve ist derzeit Achtzehnter, es führt der Amerikaner Trey Hardee.

Titelverteidigerin Meseret Defar aus Äthiopien hat völlig problemlos das Finale im 5000-m-Lauf der Frauen erreicht. Olympiasiegerin und Topfavoritin Tirunesh Dibaba aus Äthiopien trat aus Verletzungsgründen nicht an. Der Wettbewerb findet ohne deutsche Beteiligung statt.

Kein Doping bei den Sprintern

Alle Dopingproben im 100 Meter-Finale der Männer am Sonntag waren negativ. Dies wurde vom Leichtathletik-Weltverbandes IAAF bestätigt. Nach dem Fabel-Weltrekord des Jamaikaners Usain Bolt bei der WM in Berlin hatte es Gerüchte gegeben, dass ein Final-Teilnehmer in einen Dopingfall verwickelt sein sollte.

Dr. Thomas Wessinghage im Porträt (Foto: dpa)

Der ehemalige Europameister im 5000-m-Lauf, Thomas Wessinghage,

Angesichts der geringen Zuschauerresonanz werden die Stimmen lauter, die eine Reform der Leichathletik-Weltmeisterschaften fordern. Die Straffung auf weniger Tage und die Reduzierung der Wettbewerbe steht dabei im Mittelpunkt. Der ehemalige 5000-m-Europameister Thomas Wessinghage fordert sogar die Reduzierung auf drei Tage mit jeweils mindestens zehn Entscheidungen pro Tag und der

Trennung von den "langweiligen Disziplinen".

Speerwurf-Weltmeisterin Steffi Nerius machte aber auch - wie viele andere Beobachter - die hohen Eintrittspreise für die leeren Zuschauerränge verantwortlich. Sie habe auch einige Karten gekauft, das sei nicht gerade ini Schnäppchen gewesen. Der Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes, Clemens Prokop, meinte hingegen, Vorwürfe gegen Marketing und Ticketverkauf seien absurd. (vk/bw/sid/dpa)

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