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Bundesliga

Leipzig beendet Hoffenheims Serie

RB Leipzig sorgt für die erste Saison-Niederlage von 1899 Hoffenheim. Borussia Mönchengladbach dreht ein schon verloren scheinendes Spiel bei Bayer 04 Leverkusen. Und der Hamburger SV steht nun auf einem Abstiegsplatz.

Timo Werner (2.v.r.) sorgt für den zwischenzeitlichen Ausgleich der Leipziger. Foto: Reuters.

Timo Werner (2.v.r.) sorgt für den zwischenzeitlichen Ausgleich der Leipziger

Aufsteiger RB Leipzig hat die Erfolgsserie von 1899 Hoffenheim gestoppt. Der Tabellenzweite gewann mit 2:1 (1:1) und bescherte den Hoffenheimern am ersten Rückrunden-Spieltag die erste Niederlage in dieser Bundesliga-Saison. "Wir waren heute die schwächere Mannschaft von zwei guten Teams", räumte Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann hinterher ein. Dabei waren die Leipziger nach einem schnellen, präzise und direkt gespielten Konter der Hoffenheimer erstmals in der Saison im heimischen Stadion in Rückstand geraten. Nadiem Amiri brauchte den Ball nur noch zum 1:0 (18. Minute) für die Gäste über die Linie zu drücken. Die Leipziger benötigten einige Minuten, um sich wieder zu fangen. Dann aber rollte - unter den Augen von Bundestrainer Joachim Löw, der unter den Zuschauern war - wieder Angriff auf Angriff Richtung Gästetor. Timo Werner war es schließlich, der Hoffenheims Torwart Oliver Baumann mit einem Rechtsschuss aus elf Metern (38.) bezwang.

Deutschland RB Leipzig gegen TSG Hoffenheim (Getty Images/AFP/R. Michael)

Platzverweise gegen Wagner (r.)

Der Druck der Leipziger wurde noch höher, als Hoffenheims Sandro Wagner nach einem groben Foul völlig zu Recht die Rote Karte (60.) sah. Marcel Sabitzer gelang schließlich mit einem abgefälschten Schuss aus 22 Metern (77.) der entscheidende Treffer zum verdienten 2:1-Sieg der Leipziger. "Mir hat die Art und Weise imponiert, wie wir uns auch vom Rückstand nicht vom Weg haben abbringen lassen", freute sich Trainer Ralph Hasenhüttl. "Das war ein Big Point gegen einen sehr, sehr guten Gegner." Seine Mannschaft festigte damit Tabellenplatz zwei. 

Und wieder ein Bayern-Sieg gegen Werder

Spitzenreiter FC Bayern ließ in Bremen beim Lieblingsgegner Werder wieder einmal nichts anbrennen. Die Mannschaft von Trainer Carlo Ancelotti gewann mit 2:1 (2:0). Es war der 13. Bayern-Sieg gegen Bremen in Serie. "Rib-Rob" sorgten für die Führung. Der Franzose Franck Ribery kam über links, legte quer auf Arjen Robben, und der Niederländer vollstreckte aus 14 Metern (31.). In der Nachspielzeit der ersten Hälfte zirkelte David Alaba einen Freistoß aus 20 Metern genau ins rechte obere Eck zum 2:0 (45.+1), Felix Wiedwald im Werder-Tor war ohne Chance. Die Bremer wehrten sich und wurden Anfang der zweiten Halbzeit belohnt. Max Kruse (53.) setzte sich im Bayern-Strafraum durch und versenkte den Ball mit einem Schuss aus zehn Metern im Tor (53.). Anschließend erarbeiteten sich die Bremer noch einige Chancen zum Ausgleich. "Wir haben in der zweiten Halbzeit die Kontrolle über das Spiel verloren", erkannte Bayern-Torschütze Robben. "Das müssen wir unbedingt verbessern. Schließlich wollen wir in dieser Saison Titel gewinnen."

Osako gelingt Doppelpack

Der 1. FC Köln beendete beim Schlusslicht SV Darmstadt 98 seine Serie von sechs Spielen ohne Sieg. Die Kölner gewannen deutlich und ungefährdet mit 6:1 (3:0). Die Darmstädter gerieten durch ein Eigentor von Kapitän Aytac Sulu (32.) in Rückstand. Yuya Osako erzielte nach Flanke von Leonardo Bittencourt per Kopf das 2:0 (37.). Der Japaner stand dabei rund fünf Meter vor dem Tor völlig frei, ebenso wie wenige Minuten später sein Kölner Sturmkollege Anthony Modeste: Der Franzose schob eiskalt zum 3:0 (42.) ein, es war Modestes 14. Saisontor.

Osako bejubelt einen seiner beiden Treffer. Foto: Getty Images

Sechsmal durften die Kölner jubeln, Osako (r.) zweimal

Sidney Sam verkürzte in der zweiten Hälfte per Foulelfmeter zum 1:3 (66.) aus Darmstädter Sicht. Doch Osako mit einem Schuss aus 18 Metern (72.) sowie die eingewechselten Milos Jojic (85) und Artjom Rudnevs (89.) machten das halbe Dutzend Tore für die Kölner perfekt. Für die Darmstädter wird es nach der neuerlichen Niederlage im Abstiegskampf immer enger.

Gladbach dreht Spiel in Leverkusen

Borussia Mönchengladbach feierte mit einem 3:2 (0:2) bei Bayer 04 Leverkusen den ersten Bundesliga-Sieg unter dem neuen Trainer Dieter Hecking. Die Gladbacher begannen mutig, wurden dann aber kalt erwischt. Leverkusen ging durch einen Doppelschlag mit 2:0 in Führung. Beide Tore fielen nach Eckbällen von Hakan Calhanoglu. Erst traf Jonathan Tah per Kopf (31.), dann Chicharito, ebenfalls mit einem Kopfball aus kurzer Entfernung (34.). Bei beiden Gegentreffern sah die Gladbacher Abwehr schlecht aus.

Stindl erzielt per Kopf den Ausgleich. Foto: Getty Images

Stindl erzielt per Kopf den Ausgleich

In der zweiten Halbzeit brachte Kapitän Lars Stindl die Borussia wieder zurück ins Spiel, mit einem Doppelpack. Erst hämmerte er den Ball  in den rechten oberen Winkel zum 1:2 (52.) - wobei seine Abseitsposition ungeahndet blieb. Sechs Minuten später besorgte Stindl per Kopfball auf Flanke von Oscar Wendt den Ausgleich (58.). Und es kam noch besser für die Gäste: Raffael setzte sich rustikal, aber nicht unfair gegen Tah durch und schoss den Ball zum 3:2 (71.) ins rechte untere Eck. Die Gladbacher verdienten sich ihren ersten Auswärtssieg der Saison, weil sie auch nach dem Zwei-Tore-Rückstand nicht aufgaben, sondern weiter engagiert nach vorne spielten. "Dass wir das Spiel mit der Dramaturgie noch gewonnen haben, war unglaublich wichtig», sagte Trainer Hecking nach dem Abpfiff. Ein Kameramann wurde durch Pyrotechnik verletzt, die im Leverkusener Ultra-Block gezündet worden war.

Drei Treffer für Ingolstadt

Fußball Bundesliga FC Ingolstadt 04 - Hamburger SV 18. Spieltag (picture alliance/dpa/A. Weigel)

Ingolstädter Jubel über das 1:0 von Groß (2.v.l.)

Immer dramatischer wird die Lage für den Hamburger SV, der im Kellerduell beim FC Ingolstadt unter die Räder kam. Die Ingolstädter gewannen mit 3:1 (2:0). Pascal Groß gelang mit einem tollen Schuss aus spitzem Winkel ins lange linke Eck die Führung (14.). Markus Suttner baute sie mit einem Freistoß aus 20 Metern (22.) aus, der unhaltbar für HSV-Torwart Christian Mathenia abgefälscht wurde. Als Almog Cohen Anfang der zweiten Hälfte einen Foulelfmeter zum 3:0 für Ingolstadt verwandelte (47.), war die Partie eigentlich gelaufen. Gotoku Sakai gelang mit einem Traumtor aus 26 Metern unter die Latte noch der Anschlusstreffer für den HSV (63.). Mehr Zählbares sprang für die Hamburger nicht mehr heraus. "Wir haben heute gesehen, wie Abstiegskampf geht. Leider haben nicht wir das gezeigt, sondern der Gegner", sagte HSV-Sportdirektor Jens Todt. "Das ist eine große Enttäuschung, ein großer Rückschlag." Nach der Niederlage ist das Team von Trainer Markus Gisdol nun Vorletzter, Ingolstadt kletterte vom 17. auf den 16. Rang. 

Führung verspielt

Der VfL Wolfsburg unterlag überraschend dem Tabellen-Nachbarn FC Augsburg mit 1:2 (1:1). Die "Wölfe" lagen früh vorn. Nach einem Freistoß von Yunus Malli spitzelte Mario Gomez den Ball über die Linie (4.). Doch die Augsburger ließen sich von dem Rückstand nicht beeindrucken. Halil Altintop erzielte per Kopf aus kurzer Entfernung den Ausgleich zum 1:1 (25.). Beim entscheidenden 2:1 (69.) für die Gäste war die Wolfsburger Abwehr völlig indisponiert: Raphael Framberger flankte von rechts, Dominik Kohr jagte aus sechs Metern den Ball ins Netz. 

Am Freitag hatte der FC Schalke 04 gegen Eintracht Frankfurt mit 0:1 (0:1) den Kürzeren gezogen. Am Sonntag empfängt der SC Freiburg Hertha BSC. Anschließend beendet das Duell FSV Mainz 05 gegen Darmstadt 98 den 18. Spieltag.

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