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Sport

Leichtathletik-WM: Bolt rennt mit Jamaika ins Finale

Wird es ein letztes Mal WM-Gold? Sprint-Legende Usain Bolt zieht mit der jamaikanischen Staffel ins Finale ein. Auch die deutschen Leichtathleten schlagen sich am neunten Tag der Weltmeisterschaft in London gut.

Es war der Usain Bolt, wie ihn seine Fans kennen und lieben: Locker lief er den Schluss-Sprint der jamaikanischen Staffel, schaute auf der Ziellinie nur kurz in Richtung der unterlegenen Kontrahenten. Bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in London gewann das Quartett den zweiten Vorlauf über 4x100 Meter in 37,95 Sekunden. Am Abend kämpfen die vier Jamaikaner im Finale um Gold. Für Bolt wäre es sein zwölftes.

Gleichzeitig ist es das Abschiedsrennen des achtmaligen Olympiasiegers. Es werde ihm schwer fallen, sich zu verabschieden, bekannte Bolt. "Die Energie in diesem Stadion ist wirklich außergewöhnlich." Er fügte jedoch hinzu "Ich bin happy. Ich bin gesegnet." Mehr als 50.000 Zuschauer im Olympiastadion feierten den Leichtathletik-Helden schon am Vormittag euphorisch.

Bolt oder Gatlin?

Im Einzelrennen war Bolt am Sonntag dem US-Amerikaner Justin Gatlin unterlegen. Nun besteht mit der Staffel noch einmal die Chance, den mehrmals wegen Dopings gesperrten Sportler zu schlagen. Allerdings war die US-Staffel mit 37,70 Sekunden im ersten Vorlauf schneller als die jamaikanische. Die deutschen Sprinter werden bei Bolts letztem Auftritt nicht mehr mitmischen: Für Julian Reus, Robert Hering, Roy Schmidt und Robin Erewa reichten 38,66 Sekunden nicht fürs Finale.

Leichtathletik-WM Sprinten Staffellauf (picture-alliance/dpa/B.Thissen)

Sie gaben im Vorlauf alles: Die deutschen Sprinterinnen Lisa Mayer (links) und Gina Lückenkemper

Eine bessere Figur machte die deutsche Frauen-Staffel. Tatjana Pinto, Lisa Mayer, Gina Lückenkemper und Rebekka Haase gewannen den zweiten Vorlauf in 42,34 Sekunden vor den jamaikanischen Titelverteidigern. Die US-Amerikanerinnen siegten im ersten Rennen in 41,84 Sekunden. Bei den Olympischen Spielen in Rio hatten die deutschen Sprinterinnen Platz vier belegt, diesmal hoffen sie auf eine Medaille.

Deutsche Medaillenhoffnungen

Die deutsche 400-Meter-Staffel der Frauen erreichte in London ebenfalls das Finale. In ihrem Vorlauf kamen die vier Läuferinnen um Ruth Sophia Spelmeyer auf Platz drei ins Ziel und qualifizierten sich damit direkt für die Entscheidung am Sonntag.

Hoffnungen auf eine Medaille kann sich auch der deutsche Zehnkämpfer Rico Freimuth machen. Zum Auftakt des zweiten Wettkampftages rückte er wieder auf den zweiten Platz vor. Mit 5377 Punkten liegt der 29-Jährige hinter dem führenden Franzosen Kevin Mayer, der in bisher sechs Disziplinen 5485 Punkte sammelte. Freimuth knüpfte am Morgen über 110 Meter Hürden mit der zweitbesten Zeit an die guten Leistungen des Vortages an. Der Olympia-Vierte Kai Kazmirek fiel mit 5312 Punkten auf den vierten Platz zurück.

nin/jj (dpa, sid)

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