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Fußball

Lautern blamiert die Bayern

Zum Auftakt des 2. Bundesliga-Spieltags kommt Meister Bayern München bei Aufsteiger 1. FC Kaiserslautern unter die Räder. Am Samstag könnte der VfL Wolfsburg gegen Mainz 05 seinen Neuzugang Diego präsentieren.

Kaiserslautern jubelt nach Ilicevic`s Tor zur 1:0-Führung. (Foto: Ronald Wittek dpa/lrs)

Kaiserslautern jubelt nach Ilicevic`s Tor zur 1:0-Führung

Rekordmeister FC Bayern München hat gleich am 2. Spieltag der neuen Saison gepatzt. In der Freitagspartie verloren die Bayern beim 1. FC Kaiserslautern überraschend mit 0:2 (0:2). Für den Aufsteiger trafen nach vier Jahren Bundesliga-Abstinenz Ivo Ilicevic in der 36. und Srdjan Lakic in der 37. Spielminute per Doppelschlag vor der Halbzeit. Vor 49.780 frenetischen Zuschauern im ausverkauften Kaiserlauterer Stadion erzielte Lakic in der noch jungen Spielzeit bereits sein drittes Saisontor. Ilicevic sah in der Nachspielzeit nach wiederholtem Foulspiel die gelb-rote Karte.

Ratlos vor der Kaiserslauterer Fankurve: Bayern Münchens Bastian Schweinsteiger. (Foto: apn Photo/Thomas Wieck)

Ratlos vor der Kaiserslauterer Fankurve: Bayern Münchens Bastian Schweinsteiger

"Wir waren über 90 Minuten die bessere Mannschaft, hatten die besseren Chancen, aber was hilft es. Es sollte heute nicht anders sein. Wenn man verliert hat man einiges falsch gemacht", sagte der frustrierte Bayern-Verteidiger Philipp Lahm. Deutlich freudiger fiel die Analyse von Torschütze Ilicevic aus. "Wir wollten einfach eine gute Leistung bringen, den Bayern Paroli bieten. Ich denke, wir haben verdient gewonnen", meinte der Mittelfeldakteur der Lauterer. Damit übernahm der FCK zumindest für eine Nacht die Tabellenspitze der Fußall-Bundesliga.

Wolfsburg am Samstag mit Diego?

Der Brasilianer Diego steht im Trikot von Juventus Turin auf dem Platz (Foto: dpa)

Für Juventus Turin war Diego nur selten erfolgreich

Die Fußball-Bundesliga präsentiert am 2. Spieltag wahrscheinlich einen weiteren internationalen Star. Der VfL Wolfsburg verpflichtete den Brasilianer Diego. "Wir haben mit Juventus eine Transfervereinbarung getroffen", verkündet Manager Dieter Hoeneß. Diego erhält beim Deutschen Meister von 2009 einen Vierjahresvertrag, der dem 25-Jährigen angeblich sechs Millionen Euro pro Jahr einbringt. Die Ablösesumme für den Spielmacher von Juventus Turin liegt bei geschätzten 15 Millionen Euro, die sich bei der Qualifikation für die Champions League noch um zwei Millionen erhöhen kann. Vor einem Jahr hatte Juve für Diego noch 25 Millionen Euro an Werder Bremen überwiesen. Damit verleiht ein weiterer Topspieler der Bundesliga Glanz. Von 2006 bis 2009 erzielte Diego in 84 Liga-Spielen für Werder 38 Tore. Legendär ist sein "Tor des Jahres 2007" im Spiel gegen Alemannia Aachen aus 62,6 Metern. In Turin traf der Dribbelkünstler nur fünfmal in 33 Spielen. Möglicherweise kommt Diego bereits am Samstag (28.08.2010) im Spiel gegen den FSV Mainz 05 zum Einsatz, wie auch Gästetrainer Thomas Tuchel annimmt. "Wir erwarten die Bremer mit Diego. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie ihn auf die Bank setzen oder Zeit geben, um sich einzuleben." Wolfsburg hatte im Saisoneröffnungsspiel beim FC Bayern München mit 1:2 verloren, während die Mainzer den VfB Stuttgart mit 2:0 bezwangen.

Heimpremiere für Raul

Hamburgs Ze Roberto (r) und Schalkes Raul im Zweikampf (Foto: AP)

In Hamburg konnte Raul noch nicht so richtig glänzen

Sein Bundesliga-Heimdebüt für Schalke 04 dürfte Superstar Raul geben. Das Team des Vize-Meisters trifft nach der Auftaktpleite in Hamburg (1:2) auf Hannover 96. Mirko Slomka, Coach der Niedersachsen, äußert großen Respekt vor den Fähigkeiten des Spaniers. "Der ist ein typischer Strafraumspieler und extrem gefährlich. Wenn wir es schaffen, die Schalker vom Tor wegzuhalten, haben wir eine größere Chance, dass er nicht zur Geltung kommt", hofft Slomka, dessen Team zum Auftakt Eintracht Frankfurt 2:1 geschlagen hatte. Die Schalker haben indes zur Stärkung ihrer Abwehr Hans Sarpei von Bayer Leverkusen verpflichtet. Der 34 Jahre alte Verteidiger aus Ghana unterschrieb einen Vertrag bis 2012. Spekuliert wird bei Königsblau derzeit auch noch über eine Verpflichtung des Niederländers Rafael van der Vaart von Real Madrid.

Respekt vor der Partie gegen den Hamburger SV bekundet auch der Trainer von Eintracht Frankfurt: "Das ist natürlich schon eine Topklasse in der Bundesliga. Und da wartet eine Menge Arbeit auf uns", befürchtet Michael Skibbe. Er will der starken HSV-Offensive "mit einer guten defensiven Taktik" begegnen. Die Hamburger haben im Angriff tatsächlich ein Luxusproblem, können doch nicht alle Stürmer gleichzeitig spielen. Trainer Armin Veh lässt sich von möglichen Konflikten vor allem zwischen Ruud van Nistelrooy und Mladen Petric aber nicht beeindrucken. "Es geht ums das Ganze. Wir Trainer werden die Mannschaft daher so aufstellen, wie es das Beste für den jeweiligen Gegner ist." Von Konflikten lasse man sich im Normalfall nicht leiten, so Veh.

Bleiben St. Pauli oder Hoffenheim Spitze?

Fans des FC St. Pauli schwenken eine Fahne im Stadion am Millerntor in Hamburg. (Foto: dpa)

Prickelnde Atmosphäre am Hamburger Millerntor

Zwei Sieger des 1. Spieltags stehen sich in Hamburg beim Duell des Aufsteigers FC St. Pauli gegen 1899 Hoffenheim gegenüber. Ralf Rangnick, Trainer des Teams aus Baden-Württemberg, erwartet am Millerntor "eine außergewöhnliche Atmosphäre" und sieht für beide Teams große Chancen: "Die Mannschaft, die gewinnt, wird mit großer Wahrscheinlichkeit auch nach dem zweiten Spieltag ganz vorne stehen." Hoffenheim hatte vor einer Woche Werder Bremen mit 4:1 geschlagen, St. Pauli siegte beim SC Freiburg mit 3:1. Der 1. FC Nürnberg, der erst über die Relegation die Klasse halten konnte, spielt gegen den noch punktlosen SC Freiburg. Club-Trainer Dieter Hecking befürchtet eine Trotzreaktion des Gegners: "Die Freiburger sind unter Zugzwang geraten nach der Niederlage gegen St. Pauli. Und daher kann ich nur warnen, wenn man meint, die Freiburger schießen wir mal soeben aus dem Stadion." Die Nürnberger selbst waren mit einem 1:1 bei Borussia Mönchengladbach in die Liga gestartet.

Außerdem trifft noch Champions-League-Teilnehmer Werder Bremen auf den 1. FC Köln. Die Bremer hatten sich unter der Woche zwar für die Gruppenphase der Champions League qualifiziert, wollen aber das 1:4 in Hoffenheim vergessen machen. Und die Kölner haben nach dem 1:3 gegen den 1. FC Kaiserlautern wieder einmal einen Saisonfehlstart vor Augen. Abgeschlossen wird der Spieltag am Sonntag mit den Partien Bayer Leverkusen gegen Borussia Mönchengladbach sowie VfB Stuttgart gegen Borussia Dortmund.

Autor: Calle Kops / Arnulf Boettcher

Redaktion: Jürgen Bergheim

DW-Radio berichtet am Samstag (28.08.2010) live vom 2. Spieltag der Fußball-Bundesliga ab 16.05 MESZ. Außerdem im Programm: Die 2. Halbzeit des Spiels zwischen dem FC St. Pauli und 1899 Hoffenheim live ab 19.30 Uhr MESZ.

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