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Aktuell Nahost

Kurden wollen Kobane gegen IS verteidigen

Der Kampf um die syrische Grenzstadt Kobane spitzt sich zu. Rund 1800 kurdische Peschmerga-Kämpfer versuchen den Vormarsch der Terrormiliz IS aufzuhalten, die die Stadt unter schweren Beschuss genommen hat.

Gleich von mehreren Seiten hätten die Extremisten der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) die mehrheitlich von Kurden bewohnte Stadt Kobane in Nordsyrien attackiert, berichtet die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Mindestens elf Granaten seien am Sonntagabend im Westen der Stadt eingeschlagen. Auch von Osten her feuerten die Dschihadisten nach Angaben von Augenzeugen mit Artillerie auf die Stadt. Auf Twitter berichten Beobachter von der türkischen Grenze aus von "schwerem Beschuss". Eine arabische Journalistin vor Ort schrieb unter Berufung auf Anwohner, es sei das erste Mal, dass die IS-Miliz einen so großen Angriff unmittelbar auf die Stadt führe. Autos würden Kobane "reihenweise" verlassen. Ein Korrespondent der kurdischen Nachrichtenseite "Rudaw" bestätigte Angriffe auf das Stadtzentrum. Bereits am Samstag hatten IS-Extremisten Kobane nach Angaben der syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte erstmals mit Mörsergranaten beschossen.

Peschmerga rüsten sich zum Gegenschlag

Die Stadt, auf kurdisch Kobane, auf arabisch Ain al-Arab, hat für die IS-Terroristen große strategische Bedeutung, weil diese mit deren Eroberung zwei von ihnen beherrschte Gebiete in Syrien verbinden könnten. Seit mehr als einer Woche ist die Stadt von IS-Kämpfern teilweise eingekreist. Bei ihrem Vormarsch hatten die Dschihadisten mehr als 60 Dörfer im Umland eingenommen. Zehntausende Menschen sind vor den Kämpfen geflohen.

Rund 1800 kurdische Peschmerga-Kämpfer sind in der umkämpften Stadt in Stellung gegangen, wie die Beobachtungsstelle berichtet. Rund 1500 von ihnen sei es seit Mittwoch gelungen, nach Kobane vorzudringen. Dass von den USA-geführte Anti-IS-Bündnis hatte zuletzt Stellungen der IS-Miliz in der Region beschossen.

qu/ml (dpa, rtr)

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