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Aktuell Amerika

Kubas Staatschef Castro dankt Obama

Das kubanische Volk ist US-Präsident Obama dankbar, sagt Staatschef Raul Castro. Doch auch wenn die Beziehungen zwischen beiden Ländern wiederhergestellt werden sollen: Politische Veränderungen lehnt Castro ab.

Der kubanische Staatschef Raul Castro hat der US-Regierung einen Dialog angeboten, zugleich aber Erwartungen auf politische Veränderungen in dem Inselstaat gedämpft. Nach der Entscheidung von US-Präsident Barack Obama, wieder diplomatische Beziehungen zu dem sozialistischen Land aufzunehmen, sei er bereit, mit Washington über alles zu reden. Vor allem sei die Hauptfrage, die Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade gegen Kuba, weiterhin "ungelöst". Außerdem müsse Kuba von der US-Liste Terrorismus fördernder Staaten gestrichen werden.

In seiner Rede zum Abschluss einer zweitägigen Parlamentssitzung in Havanna sagte Castro, die Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen habe die Kubaner sehr gefreut. "Das kubanische Volk bedankt sich für diese gerechte Entscheidung von US-Präsident Barack Obama", sagte der 83-Jährige. Laut Weißem Haus sollen Verhandlungen über die künftigen Beziehungen im Januar in Havanna beginnen.

Historischer Neustart

Obama hatte am Mittwoch bekannt gegeben, nach mehr als 50 Jahren wieder diplomatische Beziehungen zu dem sozialistischen Kuba aufzunehmen. So soll die US-Botschaft in Havanna wieder eröffnet werden. Obama kündigte außerdem an, sich gegenüber dem Kongress für die Aufhebung der 1962 verhängten Handelsblockade einzusetzen. Die kubanische Nationalversammlung hatte die Einigung mit USA zur Normalisierung der beiderseitigen Beziehungen am Freitag einstimmig gebilligt.

det/gmf (afp, dpa)

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