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Aktuell Europa

Konfliktparteien wollen mit Abzug schwerer Waffen beginnen

In der umkämpften Ostukraine haben sich Separatisten und Regierungstruppen schriftlich darauf geeinigt, mit dem Abzug schwerer Waffen zu beginnen. Der Abzug ist Teil des Minsker Friedensabkommens der vergangenen Woche.

"Die Dokumente zum Beginn des Abzugs schwerer Waffen von der gesamten Frontlinie wurden unterzeichnet", teilte der ukrainische General Olexander Rosmasnin mit. Rosmasnin erklärte, er könne noch nicht sagen, wann mit dem Abzug begonnen werde. Die prorussischen Rebellen bestätigten die Vereinbarung. Kommandeur Eduard Basurin sprach sogar davon, dass der Abzug schon an diesem Sonntag beginnen werde und zwei Wochen dauern würde. Wegen Vorarbeiten und eines Feiertags rechne er aber damit, dass der Abzug erst von Dienstag an "sichtbar" werde. "Voraussetzung ist das Einhalten der Feuerpause", sagte Basurin.

Nach dem Minsker Friedensabkommen, auf den sich die Konfliktparteien am 12. Februar geeinigt hatten, sollte der auf zwei Wochen terminierte Abzug eigentlich bereits begonnen haben. Allerdings hatte unter anderem die Eroberung der strategisch wichtigen Stadt Debalzewe durch die prorussischen Aufständischen dies verhindert.

Erste Schritte in Richtung Frieden?

Neben dem Abzug der schweren Waffen war auch eine Waffenruhe, die Einrichtung einer Pufferzone und ein Gefangenenaustausch vereinbart worden. Die Waffenruhe wird seither immer wieder gebrochen. Am Samstag tauschten beide Seiten aber an der Frontlinie etwa 190 Gefangene aus - 139 ukrainische Soldaten und 52 prorussische Separatisten.

Ein wichtiger Auslöser des Konflikts in der Ukraine war die proeuropäische Massenbewegung vor einem Jahr, die zum Sturz des damaligen Präsidenten Viktor Janukowitsch führte. Zum Gedenken an die Opfer findet an diesem Sonntag in Kiew ein "Marsch der Würde" statt. Auch Bundespräsident Joachim Gauck wird dazu erwartet.

chr / as ( dap, afp)