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Sport

Klitschko: Fortsetzung folgt

An ein Karriereende denkt der entthronte Schwergewichts-Weltmeister Klitschko nicht. Ein Rückkampf soll die Hierarchie wieder herstellen. Klitschko war in der 19. Titelverteidigung an Tyson Fury aus England gescheitert.

Wladimir Klitschko (Foto: rtr)

Wladimir Klitschko will Revanche

Wladimir Klitschko, der die Schwergewichtsszene neuneinhalb Jahre lang dominierte, flüchtete nach dem bitteren Ende mit seinem Luxuswagen durch die Tiefgarage. "Ich habe mich im Spiegel gesehen. Das sieht überhaupt nicht gut aus", bilanzierte der 39-Jährige, der im Ring gegen den Derwisch Tyson Fury wie ein alter Mann ausgesehen hatte. Es sei nicht seine Nacht gewesen.

Video ansehen 01:18

Klitschko klar besiegt

Aber: "Der Fighter ist in mir!", rief Klitschko und hielt einen Zeigefinger in die Höhe: "Es wird einen Rückkampf geben. Forsetzung folgt." Er könne noch nicht sagen, wie, wo und wann. "Das sehen wir alles im nächsten Jahr", ließ er wissen.

Einstimmige Niederlage nach Punkten

"Es gibt ein Rematch", bestätigte Klitschko-Manager Bernd Bönte und verwies auf eine wie immer im Vertrag verankerte Klausel. Der haushohe Favorit hatte Samstagnacht in der Düsseldorfer Esprit-Arena nach zwölf Runden eine einstimmige Punktniederlage (112:115, 112:115, 111:116) gegen den 27-jährigen Fury kassiert und seine Weltmeistergürtel der großen Box-Verbände WBA, WBO und IBF an den Briten verloren.

Tyson Fury gegen Wladimir Klitschko (Foto: rtr)

Klitschko (r.) macht im Vergleich zu Herausforderer Fury keine gute Figur

Häufchen Elend - Zuschauer fassungslos

Rund 45.000 Zuschauer waren weitgehend fassungslos. Der 1,98 Meter große Klitschko wirkte wie ein Häufchen Elend. Der Ukrainer scheiterte nicht so sehr an einem etwa außerordentlich starken Herausforderer. Klare Treffer mit Wirkung waren auf beiden Seiten Mangelware. Aber der 2,06-Meter-Mann Fury war agiler, machte Eindruck als fast nie zu treffendes Ziel. Seinem Druck hielt Klitschko, der in seinen Schlägen nie die richtige Distanz fand, nicht stand.

"Das Alter war es nicht. Wladimir fand zu keiner Zeit in den Kampf", analysierte Ex-Weltmeister Henry Maske die zwölf Runden. Klitschkos älterer Bruder Vitali, der als Betreuer in der Ecke stand, machte Mut. "Die Show geht weiter. Alle haben gesagt, es sei langweilig. Jetzt hat Wladimir verloren, und das Interesse am nächsten Kampf wird der Wahnsinn."

Tyson Fury (M.) hat gut lachen und freut sich auf den zweiten Fight (Foto: rtr)

Tyson Fury (M.) hat gut lachen und freut sich auf den zweiten Fight

Der neue Champ ist bereit zum zweiten Durchgang, und der wird, wie sein Onkel und Trainer versprach, "explosiv". Fury erklärte, ihm sei egal, "ob ich ihn in Usbekistan, Japan oder wieder Deutschland boxe. Ich gewinne sowieso". Klitschko nahm diese Ankündigung regungslos entgegen.

se/ml (dpa, sid)

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