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Bundesliga

Klarer Bayern-Sieg gegen den BVB

Bundesliga-Spitzenreiter Bayern München erteilt Borussia Dortmund eine Lehrstunde. RB Leipzig siegt dank eines Last-Minute-Tors. Und Borussia Mönchengladbach gewinnt das rheinische Derby.

Ribery bejubelt das 1:0 für den FC Bayern gegen Dortmund. Foto: Getty Images

Franck Ribery eröffnete den Torreigen der Münchener

Das war eine Machtdemonstration. Der FC Bayern besiegte in der Toppartie des 28. Bundesliga-Spieltags den Tabellenvierten Borussia Dortmund deutlich mit 4:1 (2:1). Die Münchener führen damit auch weiterhin die Tabelle souverän mit zehn Punkten Vorsprung vor RB Leipzig an. Der Tabellendritte Hoffenheim hat bereits 17, Dortmund 18 Punkte Rückstand. "Wir sind bereit für Real", sagte Bayern-Trainer Carlo Ancelotti mit Blick auf das Champions-League-Spiel am Mittwoch gegen die "Königlichen" aus Madrid. "Wir haben gut gespielt, alles war in Ordnung."

Nach zehn Minuten schien die Partie schon vorentschieden zu sein. Die Münchener legten los wie die Feuerwehr. Nach vier Minuten zappelte der Ball erstmals im Netz:  Philipp Lahm spielte den Ball von der rechten Strafraumecke in den Rücken der Dortmunder Abwehr auf Franck Ribery, der mit einem satten Schuss aus 14 Metern BVB-Torwart Roman Bürki keine Chance ließ. Sechs Minuten später musste Bürki erneut hinter sich greifen. Robert Lewandowski zirkelte einen Freistoß aus zwanzig Metern ins linke Toreck. Dortmunds Jungstar Ousmane Dembele hatte sich in der Mauer weggeduckt, Lewandowski nutzte die entstehende Lücke (10. Minute). Wie aus dem Nichts fiel der Anschlusstreffer für den BVB. Arturo Vidal schlug den Ball halbherzig aus dem Bayern-Strafraum, Raphael Guerreiro hämmerte das Leder aus 18 Metern in den linken, oberen Winkel (20.). Dortmund war wieder zurück im Spiel.

Typisch Robben

Robben erzielt das 3:1 für Bayern. Foto: Reuters

Robben hat Maß genommen und trifft zum 3:1

Die zweite Hälfte begann wie die erste, mit furiosen Angriffen der Bayern und einem schnellen Tor. Arjen Robben kam auf der rechten Seite in Strafraumnähe an den Ball, zog nach links, ließ zwei Gegenspieler stehen und versenkte den Ball mit einem platzierten Schuss im linken unteren Eck - ein typisches Robbentor zum 3:1 (49.).  Dann der Showdown der Torjäger: Erst lief Pierre Aubameyang frei auf Sven Ulreich zu, schob den Ball am Bayern-Keeper vorbei, doch Jerome Boateng kratzte das Leder noch von der Linie (67.). Im Gegenzug spurtete Lewandowski alleine auf Bürki zu, der BVB-Torwart holte ihn von den Beinen. Bürki war mit Gelb gut bedient. Den fälligen Elfmeter verwandelte Lewandowski selbst zum 4:1 (68.). Kurz darauf wurde der Pole wegen einer Schulterblessur ausgewechselt. Mit seinen Saisontreffern Nummer 25 und 26 verdrängte er Aubameyang von der Spitze der Torjägerliste. Die Bayern hatten noch einige gute Chancen, das Ergebnis zu erhöhen. So traf Joshua Kimmich nur das Außennetz (76.), Vidal verzog knapp (85.). Auf der Gegenseite verhinderte Ulreich mit einer Glanzparade nach einem Schuss von Pulisic den zweiten Treffer des BVB (87.).

Im Halbfinale des DFB-Pokals stehen sich beide Teams am 27. Mai an gleicher Stelle wieder gegenüber. Nach dieser Glanzvorstellung ist der FC Bayern eindeutig in der Favoritenrolle. Dortmunds Trainer Thomas Tuchel muss sich etwas Besonderes einfallen lassen.

Entscheidung in der Nachspielzeit

Poulsen bejubelt seinen Treffer gegen Leverkusen. Foto: dpa-pa

Leipzigs Matchwinner Yussuf Poulsen

Mit einem Last-Minute-Tor hat RB Leipzig nicht nur das Bundesliga-Spiel gegen Bayer 04 Leverkusen mit 1:0 (0:0) gewonnen, sondern auch einen Riesenschritt Richtung direkte Qualifikation für die Champions League gemacht. Danach sah es lange Zeit nicht aus. Der Tabellenzweite aus Leipzig begann zwar gewohnt schwungvoll, doch Leverkusen hielt dagegen - und hatte Pech: In der 33. Minute hätte es eigentlich einen Handelfmeter für die Gäste geben müssen. Auch in der zweiten Hälfte gab es Chancen für beide Teams. Als Leipzigs Kapitän Willi Orban kurz vor Schluss Gelb-Rot (88.) sah, schien alles auf ein torloses Unentschieden hinauszulaufen. Doch in der Nachspielzeit konterten die dezimierten Leipziger noch einmal schulmäßig: Emil Forsberg flankte nach innen, und Yussuf Poulsen grätschte den Ball zum umjubelten 1:0 (90.+4) ins Netz. "Wir wären mit einem Punkt zufrieden gewesen", sagte Leipzigs Trainer Ralph Hasenhüttl. "Aber wie die Mannschaft in Unterzahl noch den Willen zum Sieg aufgebracht hat, war beeindruckend." 

Die dritte Führung hielt

Der 1. FC Köln hat wieder einmal gegen seinen Angstgegner verloren. Die Kölner unterlagen Borussia Mönchengladbach im rheinischen Derby mit 2:3 (1:1). Nach einer Ecke erzielte der 1,99-Meter-Mann Jannick Vestergaard per Kopf das 1:0 (13.) für die Gladbacher. Keine Chance für den Kölner Torwart Timo Horn, dessen vorzeitige Vertragsverlängerung bis Mitte 2022 vor dem Anstoß des Derbys bekanntgegeben worden war. Die FC-Fans im ausverkauften Kölner Stadion durften wenig später jubeln: Nach einem weiten Abschlag von Horn eroberte Anthony Modeste den Ball, spielte mit einem Traumpass Christian Clemens frei, der aus zwölf Metern zum 1:1 (18.) ins kurze Eck einschoss.

Vestergaard bejubelt seinen Treffer zum 1:0 in Köln. Foto: dpa-pa

Gladbachs Jannik Vestergaard eröffnet den Torreigen im rheinischen Derby gegen Köln

In der zweiten Halbzeit dann fast eine Doublette: Gladbach legte das zweite Tor nach, Köln schlug zurück: Zunächst verlud der gerade eingewechselte Ibrahima Traoré mit einem Flankenball FC-Keeper Horn (55.), dann verlängerte Modeste einen Freistoß von Milos Jojic volley zum 2:2 (58.). Doch das letzte und damit spielentscheidende Tor schossen wieder die Gäste. Nach einem Pfostenknaller des eingewechselten Josip Drmic schob Lars Stindl zum 3:2-Endstand für die Gladbacher ein, die mit dem Sieg in der Tabelle bis auf einen Punkt an die Kölner herangekommen sind. Kölns Trainer Peter Stöger präsentierte sich als fairer Verlierer: "Die bessere Mannschaft hat heute verdient gewonnen." 

Wieder 2:1 für den HSV 

HSV-Stürmer Aaron Hunt jubelt. Foto: Getty Images

Aaron Hunt gelingt ein Doppelpack

Der Hamburger SV hat zum dritten Mal in Folge ein Heimspiel mit 2:1 für sich entschieden. Nach Gladbach und Köln rangen die Hanseaten diesmal zu Hause 1899 Hoffenheim mit 2:1 (1:1) nieder. Der HSV war in der ersten Hälfte die tonangebende Mannschaft und ging verdient in Führung (25.). Aaron Hunt zirkelte einen Freistoß aus 18 Metern ins linke Eck. Die Gäste kamen zurück: Andrej Kramaric verwandelte einen Foulelfmeter zum schmeichelhaften 1:1 (35.). Auch in der zweiten Hälfte machte der HSV weiter Druck und wurde belohnt. Nach einem schnellen Angriff steckte Bobby Wood auf Hunt durch, der den Ball nur noch zum 2:1 (1:1)-Endstand über die Linie zu drücken brauchte. 

Joker Petersen sticht

Der SC Freiburg hat sich zumindest bis Sonntag auf den fünften Platz vorgeschoben. Der Aufsteiger besiegte den FSV Mainz 05 mit 1:0 (0:0) - und wieder einmal stach der Joker. Nach einer schwachen ersten Halbzeit beider Mannschaften wechselte Freiburgs Trainer Christian Streich in der 69. Minute Nils Petersen ein. Gleich bei seinem ersten Ballkontakt traf Petersen aus fünf Metern (70.). Es war sein achtes Joker-Tor in dieser Saison. Die Freiburger dürfen vom Europapokal träumen, die Mainzer müssen um den Klassenerhalt zittern, ihr Trainer Martin Schmidt um seinen Job. "Es wird natürlich immer enger, das macht die Arbeit nicht einfacher. Aber das Team lebt", befand Schmidt. "Dass ich im Fokus stehe, das ist halt so in dem Geschäft."

Schwache Wölfe

Jubel um Schalkes Torschütze Goretzka (2.v.l.). Foto: dpa-pa

Jubel um Torschütze Goretzka (2.v.l.)

Der FC Schalke 04 feierte gegen den VfL Wolfsburg einen klaren und auch in dieser Höhe verdienten 4:1 (2:0)-Erfolg. Die Schalker starteten furios in die Partie. Nach schönem Zuspiel von Max Meyer zog Guido Burgstaller aus zehn Metern flach ab, und der Ball zappelte im Netz (6.). Die Königsblauen legten nach: Leon Goretzka vollendete einen schnellen Angriff aus 13 Metern zum 2:0 (23.). Auch in der zweiten Hälfte dominierten die Schalker. Daniel Caligiuri steuerte völlig freistehend mit einem Flachschuss aus zwölf Metern den dritten Treffer (49.) bei. Der vierte war der zweite für Burgstaller, aus 14 Metern flach ins Eck (77.). Mario Gomez verwandelte schließlich einen Foulelfmeter zum Ehrentreffer für die "Wölfe" (79.), die nach der deutlichen Niederlage wieder um den Klassenerhalt bangen müssen. 

Am Freitag hatten sich Eintracht Frankfurt und Werder Bremen 2:2 (0:2)-Unentschieden getrennt. Am Sonntag empfängt Hertha BSC den abstiegsbedrohten FC Augsburg. Anschließend beendet das Kellerduell zwischen dem Vorletzten FC Ingolstadt und Schlusslicht Darmstadt 98 den 28. Spieltag.

Wenn Sie noch einmal in die Samstagsspiele eintauchen wollen, können Sie hier im DW-Liveticker nachlesen. 

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