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Aktuell Deutschland

Kirchen in Deutschland starten Spendenaktionen

Die zwei großen kirchlichen Hilfswerke haben ihre diesjährigen Spendenaktionen begonnen. "Brot für die Welt" bekämpft den Hunger, speziell in Angola. "Adveniat" unterstützt Bildungsinitiativen in Lateinamerika.

Traditioneller Start der Hilfsaktionen der katholischen und evangelischen Kirche in Deutschland ist der erste Advent. Mit Gottesdiensten in Bremen und Osnabrück wurden an diesem Sonntag die bundesweiten kirchlichen Spendenaktionen "Adveniat" und "Brot für die Welt" eingeläutet.

"Brot für die Welt" will Kleinbauern in Angola helfen

Der Kampf gegen den weltweiten Hunger steht im Mittelpunkt der 55. Spendenaktion, die das evangelische Hilfswerk "Brot für die Welt" in Bremen eröffnete. Schwerpunkt der Hilfsaktion ist dieses Jahr Angola. Unter dem Motto "Land zum Leben - Grund zur Hoffnung" sollen besonders Kleinbauern in dem Land im Südwesten Afrikas (Artikelbild) unterstützt werden.

Es gebe noch immer eine "Welt des Hungers", mahnte der Friedensbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Renke Brahms, im Eröffnungsgottesdienst in der Bremer St.-Stephani-Kirche. "8,8 Millionen sterben jährlich den Hungertod." Projektpartner der Spendenaktion ist ein kleinbäuerliches Selbsthilfeprojekt in Angola. Dessen Direktor, Ernesto Cassinda, sagte, es sei unter anderem mit einer Saatgutbank gelungen, bereits 8000 Menschen aus dem Hunger zu befreien.

Für "Brot für die Welt" wurden im vergangenen Jahr nach Angaben des Hilfswerkes bundesweit 55,2 Millionen Euro gespendet. Aktuell würden damit 2500 Projekte in den Ländern des Südens unterstützt. Das Hilfswerk wird getragen von evangelischen Landes- und Freikirchen und ist im Evangelischen Werk für Diakonie und Entwicklung in Berlin angesiedelt.

"Adveniat" fördert Bildungsprojekte

Die 52. Spendensammlung des Lateinamerika-Hilfswerks "Adveniat" der katholischen Kirche hat dieses Jahr das Motto "Hunger nach Bildung". Bei der Eröffnungs-Messe im Osnabrücker Dom forderten die Bischöfe von Osnabrück und Essen, Franz-Josef Bode und Franz-Josef Overbeck, die Gläubigen auf, sich im Sinne von Papst Franziskus mit den Armen in Lateinamerika zu solidarisieren.

"Ihren Hunger und Durst nach Bildung zu stillen, ist konkreter Liebesdienst an den Menschen", sagte Bode. Er gestaltete die Messe gemeinsam mit Gästen aus Nicaragua, Chile, Honduras, Bolivien und der Dominikanischen Republik.

Mit den gesammelten Geldern aus den Kollekten vor allem am 24. und 25. Dezember unterstützt "Adveniat" Bildungsprojekte von Partnerorganisationen in Lateinamerika und der Karibik.

"Adveniat" finanziert sich nach eigenen Angaben zu 95 Prozent aus Spenden und unterstützt seit 52 Jahren kirchliche Initiativen für benachteiligte Menschen in Lateinamerika und der Karibik. Die katholische Kirche ist dort Träger von rund 26.500 Grund- und weiterführenden Schulen. Gefördert würden zudem etwa 2700 Projekte mit durchschnittlich jeweils 13.000 Euro.

kis/dh (dpa, epd)