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Aktuell Asien

Kerry kritisiert afghanische Regierung

Bei seinem überraschenden Besuch in Kabul hat US-Außenminister Kerry die Regierung aufgefordert, ihre internen Spaltungen zu überwinden. Kurz nach der Visite erschütterten Explosionen die Stadt.

US-Außenminister John Kerry bei seinem Treffen mit dem afghanischen Präsident Aschraf Ghani (Foto: dpa)

US-Außenminister John Kerry bei seinem Treffen mit dem afghanischen Präsident Aschraf Ghani

Ist die so genannte "Regierung der Einheit" auch wirklich geeint? Nach Ansicht des US-amerikanischen Außenministers John Kerry machen Präsident Aschraf Ghani und Regierungsgeschäftsführer Abdullah Abdullah nicht genug, um ihren Verpflichtungen gegenüber dem Volk nachzukommen. Kerry traf die beiden Politiker bei getrennten Gesprächen in der Hauptstadt Kabul. Ghani und Abdullah teilen sich seit der bitter umkämpften Präsidentschaftswahl im April 2014 die Macht im Land. Ihre Rivalität haben sie bisher nicht überwunden.

Dieser Zustand trägt zur Instabilität im Land bei, das unter schweren Wirtschaftsproblemen und einer hohen Arbeitslosigkeit leidet. Auch die Sicherheitslage ist angespannt. Afghanistan ist weit davon entfernt, die Taliban-Rebellen in den Griff zu bekommen. Die USA haben deshalb immer noch fast 10.000 Soldaten in dem Land.

Explosionen nach Kerrys Abreise

Kurz nachdem Kerry Kabul verlassen hatte, erschütterten mehrere Explosionen die Hauptstadt, nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters auch im Diplomatenviertel. Zeugen berichten auch von Gewehrschüssen. Die Sicherheitsbehörden konnten die Vorfälle bislang nicht näher kommentieren. "Wir haben zahlreiche Explosionen gehört, aber wir wissen nicht, wodurch sie ausgelöst wurden", erklärte ein Sprecher der Polizei der Agentur AFP.

djo/hf (afp, dpa, rtr)