1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Aktuell Deutschland

Keine Hooligan-Demonstration in Hannover

Nicht noch eine Plattform für Gewalt: Nach den schweren Krawallen bei den Hooligan-Protesten in Köln will die Polizei in Hannover eine ähnliche Demonstration verbieten.

Der offizielle Titel klingt harmlos: "Europa gegen den Terror des Islamismus". Doch die Veranstaltung, die unter dieser Überschrift angemeldet wurde, sei "auf gewalttätige Auseinandersetzungen ausgerichtet", teilte die Polizeidirektion Hannover mit. Die Behörde geht davon aus, dass dahinter die Gruppe "Hooligans gegen Salafisten" (HoGeSa) steht. Deshalb beabsichtige man, die für Mitte November geplante Demonstration in Hannover zu verbieten.

Bei einer mit rund viereinhalbtausend Teilnehmern hatte es am letzten Oktober-Sonntag schwere Krawalle gegeben. Mehr als 40 Menschen wurden dabei verletzt, überwiegend Polizisten. Mehrere Bundesliga-Klubs untersagten daraufhin das Tragen von "HoGeSa"-Symbolen in ihren Stadien.

"Ausdrückliche Ermunterung"

Bundesinnenminister Thomas de Maizière hatte den Behörden in der niedersächsischen Hauptstadt am Mittwoch ein Verbot der geplanten neuen Demonstration empfohlen. Er wolle "ausdrücklich ermuntern", einen solchen Schritt zu gehen, sagte der Minister im Bundestag.

Hannovers Polizeipräsident Volker Kluwe sagte: "Auf Gewalt ausgerichtete Veranstaltungen genießen nicht den Schutz des Versammlungsrechts." Der Anmelder der Demonstration könne bis Anfang kommender Woche zu der Entscheidung Stellung beziehen. Ungeachtet dessen stelle sich die Polizei aber darauf ein, dass am 15. November gewaltbereite Hooligans nach Hannover reisen würden. "Wir werden vorbereitet sein", so Kluwe.

jj/mak (dpa, afp, sid)