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Lateinamerika

Kein Castro-Kult in Kuba

Das Parlament in Havanna hat ein Gesetz verabschiedet, das einen posthumen Personenkult unterbinden soll - auf ausdrücklichen Wunsch des verstorbenen Revolutionsführers Fidel Castro.

Die vom kubanischen Parlament einstimmig verabschiedete Vorlage schreibt fest, dass in Kuba keine Straßen, Plätze oder Gebäude nach Fidel Castro benannt werden dürfen. Auch dürfen keine Fidel-Castro-Statuen aufgestellt werden. Die Benutzung seines Namens für Werbe- oder andere kommerzielle Zwecke ist ebenfalls verboten.

Fidels Wunsch

Der gegenwärtige Staatschef Raul Castro begründete das neue Gesetz mit dem Wunsch seines Bruders, keinen Personenkult zuzulassen. Der legendäre Revolutionsführer und ehemalige Präsident war in Kuba zwar allgegenwärtig, aber bereits zu Lebzeiten hatte er die Errichtung von Standbildern oder Straßenbenennungen zu seinen Ehren abgelehnt.

Fidel Castro (Foto: picture-alliance)

Castro führte sein Land von 1976 bis 2008

Fidel Castro soll allerdings als Namensgeber für ein Institut fungieren, das sich mit dessen Rolle in der Geschichte befasst. Auch Künstler sollen seinen Namen noch nutzen dürfen.

Der langjährige Präsident war am 25. November im Alter von 90 Jahren in Havanna gestorben. Nach neuntägiger Staatstrauer wurde seine Urne Anfang Dezember in Santiago de Cuba beigesetzt.

wa/qu (afp, dpa)

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