1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Kultur

Katastrophe oder Komplott?

Paparazzi? Prinz Philip? Oder Osama bin Laden? Ein Gerichtsprozess soll klären, wer wirklich schuld ist am Tod von Lady Di und Dodi al-Fayed. Verschwörungstheoretiker haben sich da schon ihre eigenen Gedanken gemacht.

default

Lady Di und Dodi - ihr Tod weckt ein Gerücht nach dem anderen

Dass die "Königin der Herzen" mit 36 Jahren bei einem Autounfall gestorben sein soll, klingt irgendwie zu profan. Und nie wurde ganz geklärt, wie Lady Diana und ihr Freund, der Playboy Dodi al-Fayed, umkamen - und vor allem warum. Klarheit soll die gerichtliche Untersuchung bringen, die am Dienstag (6. Januar 2004) beginnt.

Tod im Tunnel

Sicher ist: In der Nacht zum 31. August 1997 schleichen sich Diana und Dodi aus dem Pariser Hotel Ritz in einen Mercedes S 280. Am Steuer sitzt ein Sicherheitsmann aus dem Hotel, Henri Paul. Er fährt schnell, sehr schnell - wohl, um neugierige Fotografen abzuhängen, die mit Autos und mindestens einem Motorrad hinterherrasen.

Im Tunnel des Pont de l'Alma rammt das Auto mit einer Geschwindigkeit von über 100 Kilometern pro Stunde einen Betonpfeiler - den 13. Nur Leibwächter Trevor Rees-Jones überlebt, erinnert sich aber nicht. Diana stirbt im Krankenhaus La Pitié Salpêtrière, die anderen sind sofort tot.

Alkohol oder Verschwörung?

Prinzessin Diana

Diana, Princess of Wales, im April 1997

Eigentlich hatte die französische Polizei den Fall für abgeschlossen erklärt. Die Akten geschlossen - und 1000 Fragen offen. Nicht nur Mohammed al-Fayed, Dodis Vater, gehört zu den Verschwörungsanhängern der ersten Stunde. Angeblich hat nämlich Diana ihren Unfalltod vorausgesehen. Ihr Butler Paul Burrell will von ihr im Oktober 1996 einen versiegelten Brief bekommen haben, in dem steht: "Sie planen einen Unfall mit meinem Wagen, ein Bremsenversagen und schwere Kopfverletzungen, um den Weg freizumachen, damit Charles heiraten kann."

Wer immer "sie" sein mögen. Diana hat zwar einen Namen genannt, der wurde beim Abdruck in der britischen Zeitung "Daily Mirror" aber geschwärzt. Auch Fahrer Paul hängt offenbar mit drin. Nach den Ermittlungsergebnissen der französischen Polizei hatte er fast 1,8 Promille Alkohol im Blut, dazu ein Antidepressivum und ein Mittel gegen Alkoholsucht.

Agenten mit der Feile

Pauls Eltern dagegen behaupten, jemand habe die Blutprobe ausgetauscht, um ihren Sohn in Misskredit zu bringen. Und Videos aus dem Hotel zeigen, dass Paul sich noch vernünftig die Schuhe zubinden konnte. Aber wieso fuhr der Mann überhaupt? Er war schließlich Bodyguard, kein ausgebildeter Chauffeur.

Fragen über Fragen. Ein Fahrer namens Olivier Lafaye, der mit dem Unglücksauto regelmäßig gefahren sein will, behauptete laut US-Sender CNN, der Mercedes habe Bremsprobleme gehabt. Da ist auch die Sache mit dem Gurt. Offiziell hieß es, Diana und Dodi seien nicht angeschnallt gewesen - der Journalist Nicholas Davies will aber herausgefunden haben: Sie waren es doch. Aber jemand habe die Bolzen der Sicherheitsgurte angefeilt. Dahinter steckten der britische und der französische Geheimdienst. Oder auch die CIA, wie andere spekulieren. Wozu? Das ist geheim.

Womöglich ein Baby

Nur der Auftraggeber ist bekannt. Mehr oder weniger. Entweder war es Osama bin Laden oder Prinz Philip, der Ehemann der Queen. Denn Diana soll schwanger gewesen sein, schrieb die britische Zeitung "The Independent on Sunday". Und sie hätte bei den Windsors ein Palast-Problem bekommen, wenn sie deswegen Dodi geheiratet hätte. Dann hätte nämlich Thronfolger Prinz William einen muslimischen Stiefvater gehabt.

Bin Laden dagegen soll eher Dianas selbstbewusste Rolle zuwider gewesen sein: Sie hätte Frauen in islamischen Ländern zum Widerstand ermutigt. Aber Osama ist unsichtbar, genauso wie der weiße Fiat Uno (wahlweise auch ein Citroen AX), der den Mercedes gerammt haben soll - nicht, ohne vorher den Fahrer mit einem grellen Licht zu blenden. Lackspuren wurden gefunden, nicht aber das Auto. Und die Wahrheit auch nicht.

Die Redaktion empfiehlt

WWW-Links