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Katar in der Krise

Katar zeigt sich bereit zum Dialog

Katar sucht nach zunehmendem Druck das Gespräch mit seinen arabischen Rivalen zur Beilegung der Krise. Erstmals seit der Abschottung seines Golfstaats äußert sich der Emir von Katar öffentlich.

"Eine Lösung muss die nationale Eigenständigkeit eines jeden Staats respektieren", sagte Scheich Tamim bin Hamad al-Thani, der Emir von Katar,  im einheimischen Fernsehen. Katar bekämpfe den Terrorismus unnachgiebig und ohne Kompromisse und die internationale Gemeinschaft erkenne dies an. Al-Thani äußerte sich erstmals öffentlich zu der seit Wochen andauernden Krise am Golf.

Saudi-Arabien, Ägypten, die Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrain werfen Katar vor, Terroristen zu finanzieren und mit dem regionalen Erzrivalen Iran gemeinsame Sache zu machen. Die vier mit den USA verbündeten Staaten hatten deshalb Anfang Juni die diplomatische und wirtschaftliche Beziehungen zu dem Emirat gekappt. Katar weist die Vorwürfe zurück.

Katar: Positive Äußerung zu Iran ist Hackangriff geschuldet

Anstoß hatten die sunnitischen Katar-Kritiker auch an einer positiven Erklärung Katars zum schiitischen Nachbarn Iran genommen - diese wurde nach Katars Angaben allerdings der heimischen Nachrichtenagentur QNA von Hackern untergeschoben. Am Donnerstag erklärte Katar, die Hacker hätten von den Vereinigten Emiraten aus gehandelt.

Der Emir lobte die Vermittlungsbemühungen unter anderem Kuwaits und betonte, sein Land bekämpfe "schonungslos" islamistischen Terrorismus. Zugleich prangerte er die "bösartige Schmierenkampagne" gegen sein Land an und sagte, trotz der Sanktionen gehe das Alltagsleben ungehindert seinen Gang. Er dankte den Bürgern Katars, dass sie für die Souveränität des Emirats einstünden.

myk/wa (dpa, rtrd)