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Kultur

Kannibalen-Film darf nicht in Deutschland gezeigt werden

Der Kannibalen-Film "Rohtenburg" darf nicht in den
deutschen Kinos gezeigt werden. Das hat das Oberlandesgericht Frankfurt wenige Tage vor dem geplanten Kinostart am Freitag (3.3.2006) in Kassel entschieden. Die Persönlichkeitsrechte des so genannten Kannibalen von Rotenburg wögen schwerer als die Kunst- und Filmfreiheit.

Obwohl der reale "Kannibale" Armin Meiwes mit seiner beispiellosen Tat ein großes Medieninteresse hervorgerufen habe, bedeute dies nicht, dass er sich zum Gegenstand eines Horrorfilms machen lassen müsse. Die Kunstfreiheit werde nicht schrankenlos gewährt. Das Gericht gab mit seinem Urteil einer einstweiligen Verfügung statt, die Meiwes gegen die amerikanische Produktionsfirma des Films angestrengt hatte. Meiwes muss sich zurzeit in Frankfurt zum zweiten Mal wegen Mordes verantworten. Er hat zugegeben, im März 2001 einen 43 Jahre alten Ingenieur aus Berlin entmannt, getötet, zerlegt und in Teilen gegessen zu haben. Der Bundesgerichtshof hatte ein erstes Urteil zu achteinhalb Jahren Haft wegen Totschlags aufgehoben, weil mehrere Mordmerkmale nicht ausreichend geprüft worden seien.

  • Datum 03.03.2006
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  • Permalink http://p.dw.com/p/842r
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