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Sport

Kadri gewinnt erste kleine Bergankunft

Nach einer Woche dürfen auch die Franzosen jubeln: Blel Kadri vom Team AG2R setzt sich beim achten Teilstück durch und feiert den ersten französischen Etappensieg in diesem Jahr. Ganz vorn bleibt aber ein Italiener.

Erster Heimsieg für die Grande Nation: Blel Kadri sorgte für zufriedene Gesichter am Streckenrand der ersten Bergetappe der 101. Tour de France. Zwei Tage vor dem Nationalfeiertag siegte der Franzose nach 161 Kilometern von Tomblaine nach Gérardmer in den Vogesen als Solist: Er fuhr im strömenden Regen auf der achten Etappe aus einer ursprünglich fünf Fahrer großen Ausreißergruppe mit 2:17 Minuten Vorsprung auf Alberto Contador als Erster durch das Ziel, Vincenzo Nibali wurde Dritter. Bester Deutscher war Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin auf Rang 41.

Contador setzt sich gegen Nibali durch

Contador setzte sich kurz vor dem Ziel von seinem Widersacher Nibali auf dem nur 1,8 Kilometer langen, dafür bis zu 13 Prozent steilen Schlussanstieg La Mauselaine ab und machte drei Sekunden auf den Träger des Gelben Trikots gut. Nibali, der Girosieger von 2013, liegt nun 1:44 Minuten vor seinem Astana-Teamkollegen Jakub Fuglsang aus Dänemark. Der neue Sky-Kapitän Richie Porte ist Dritter, Contador liegt auf Platz sechs. "Es war sehr schwer heute. Ich habe mich darauf konzentriert, meinen Vorsprung zu verteidigen, Contador sieht sehr stark aus", sagte Nibali im Ziel.

Auf den ersten rund 130 flachen Kilometern in Richtung Vogesen setzten die erfahrenen Klassikerspezialisten Niki Terpstra aus den Niederlanden und der Franzose Sylvain Chavanel die erste gefährliche Attacke. Terpstra, Teamkollege von Zeitfahrweltmeister Tony Martin, hatte im April Paris-Roubaix gewonnen. Drei weitere Profis, darunter Kadri, konnten in der Folge bei noch gutem Wetter aufschließen, das Quintett fuhr mehr als elf Minuten Vorsprung heraus, während das große Feld ein eher gemächliches Tempo anschlug. Für Nibali stellten die im Gesamtklassement weit zurückliegenden Ausreißer keine Gefahr dar. Auf dem Weg zur ersten Bergwertung des Tages auf der Passhöhe des Col de la Croix des Moinats flog die Spitzengruppe auseinander. Kadri erreichte als Solist mit rund vier Minuten Vorsprung auf das Feld die zweite Bergwertung auf dem Col de Grosse Pierre (beides 2. Kategorie) - das Polster reichte dem 27-Jährigen letztlich zu seinem bislang größten Erfolg und zum ersten französischen Etappensieg in diesem Jahr.

Die bislang schwierigste Etappe steht bevor

Der deutsche NetApp-Profi Paul Voss konnte die Tour trotz einer gebrochenen Nase und eines gebrochenen Fingers fortsetzen. "Er hat die Nacht gut überstanden, war heute Morgen schon wieder guter Dinge und wird weiterfahren", hatte Teamsprecher Stefan Flessner vor dem Start erklärt. Der Tour-Debütant Voss war auf der siebten Etappe in der letzten Kurve der Zielpassage frontal in die Absperrgitter gerast. Auch sein deutscher Kollege Marcus Burghardt, der zuletzt auf die Schulter gefallen war, kämpfte sich weiter durch. Zwei weitere Fahrer waren am Samstag nach schweren Verletzungen hingegen nicht mehr am Start: Der Schweizer Mathias Frank und der Kolumbianer Darwin Atapuma hatten sich jeweils Oberschenkelbrüche zugezogen. 185 von ursprünglich 198 Fahrern waren damit noch am Start.

Am Sonntag steht die bislang schwierigste Etappe der 101. Tour de France auf dem Programm: Auf dem 170 Kilometer langen Teilstück von Gérardmer nach Mulhouse warten sechs Bergprüfungen, erstmals in diesem Jahr mit Le Markstein auch ein Anstieg der ersten Kategorie.

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