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Sport

Greipel gewinnt die sechste Etappe

Auch den sechsten Tagesabschnitt der Tour de France gewinnt ein Deutscher. Andre Greipel setzt sich im Sprint von Reims durch. Der bisherige Top-Sprinter Marcel Kittel hat wegen technischen Defekts diesmal das Nachsehen.

Bei der 101. Tour de France bleibt das Siegerpodest auch bei der sechsten Etappe einem Deutschen vorbehalten. Nach drei Etappensiegen durch Marcel Kittel schlug auf dem sechsten Tagesabschnitt die große Stunde von Andre Greipel. Der deutsche Meister vom Team Lotto siegte sechs Tage vor seinem 32. Geburtstag im Sprint, nachdem die Frankreich-Rundfahrt für ihn so enttäuschend begonnen hatte. "Es lag eine Menge Druck auf unserem Team. Zum Glück hat es jetzt endlich mit dem Tagessieg geklappt", freute sich Greipel im Ziel. "Wir haben vor der Etappe gesagt: Ruhe bewahren. Und dann war es am Ende ein verdienter Sieg."

Kittel hatte einem Plattfuß in der Schlussphase und konnte am Ende der 194 Kilometer, die das Fahrerfeld im Nordwesten Frankreichs von Arras nach Reims führten, nicht mehr vorne mitmischen. Das Gelbe Trikot des Gesamtführenden verteidigte der Italiener Vincenzo Nibali (Astana) souverän.

Ruhiger Tag

Am Tag nach der spektakulären Kopfsteinpflaster-Etappe nach Arenberg verlief das sechste Teilstück eher unspektakulär. Das Team Sky, das am Mittwoch Kapitän und Titelverteidiger Christopher Froome aufgrund von Sturzverletzungen verloren hatte, fuhr mit dessen "Ersatzmann" Richie Porte auf Sicherheit. Astana mit dem Gesamtführenden Nibali hatte keine Schwierigkeiten, dass Rennen zu kontrollieren. Und auch der zweimalige Sieger Alberto Contador (Tinkoff), der tags zuvor mehr als zwei Minuten auf Nibali eingebüßt hatte, hielt sich bedeckt.

Schon bald nach dem Start in Arras nahe der belgischen Grenze hatte sich eine Ausreißergruppe mit dem Niederländer Tom Leezer (Belkin), dem Spanier Luis Mate (Cofidis) sowie den Franzosen Jerome Pineau (IAM) und Arnaud Gerard (Bretagne-Seche Environnement) gebildet. Das Quartett hielt sich stetig rund drei Minuten vor dem Feld, das aber unter der Führung von Kittels Team Giant stets die Kontrolle bewahrte. Rund 20 Kilometer vor dem Ziel machten die Verfolger ernst und stellten die Flüchtlinge.

Prominenten Besuch bekam die Tour von Frankreichs Staatschef. Präsident Francois Hollande fuhr die letzten 65 Kilometer im Auto von Tour-Direktor Christian Prudhomme mit.

Die siebte Etappe führt am Freitag weitestgehend durch flaches Gelände, zwei Bergwertungen kurz vor dem Finale in Nancy machen aber einen weiteren Massensprint eher unwahrscheinlich.

asz/tk (sid, dpa)

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