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Kultur

Jelinek: Nobelpreis brachte Freiheit und Abgeschlossenheit

Der Literatur-Nobelpreis 2004 hat der österreichischen Autorin Elfriede Jelinek Freiheit gebracht, aber auch ihren persönlichen Rückzug verstärkt. Das sagte die 58-jährige Schriftstellerin der Nachrichtenagentur APA am Freitag in Wien: "Ich kann jetzt schreiben, was ich will. Der finanzielle Druck ist weg." Die Autorin freut sich auch über neue Übersetzungen, etwa von ihrem frühen Roman "Die Kinder der Toten" ins Französische.

Die Zuerkennung der höchsten literarischen Auszeichnung habe jedoch ihre private Zurückgezogenheit verstärkt: "Es hat mich vollkommen und endgültig von der menschlichen Gesellschaft abgeschlossen. Ich finde das aber nicht so schlecht", bekannte die Autorin in dem Gespräch. "Jetzt fühle ich mich frei, frei gesprochen von allen Verpflichtungen, irgendwo anwesend zu sein. Nachdem ich an der Nobelpreis-Verleihung nicht teilgenommen habe, muss ich nirgendwo mehr auftreten."