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Aktuell Asien

Japan weist chinesische Aktivisten aus

Im Inselstreit mit China will Tokio 14 festgenommene Aktivisten abschieben. Damit ist die Territorialfrage im asiatischen Meer noch lange nicht vom Tisch. Denn es geht auch um Rohstoffe.

Der japanische Ministerpräsident Yoshihiko Noda habe auf der Basis eines Berichtes über die "illegale Einreise“ der chinesischen Aktivisten deren Ausweisung gebilligt, sagte ein Regierungssprecher in Tokio. Örtlichen Medien zufolge könnten sie umgehend abgeschoben werden. Noda sagte bei einem Sondertreffen, es sei "bedauerlich“, dass die Aktivisten trotz zahlreicher Warnungen illegal in japanische Gewässer eingedrungen seien.

Es geht um Rohstoffe

Die 14 Chinesen waren auf den von Japan kontrollierten Senkaku-Insel wegen Verletzung der Einreiseauflagen festgenommen worden. Sie hatten dort die chinesische Flagge gehisst, um Pekings Anspruch auf das Gebiet zu unterstreichen. Die unbewohnte Inselgruppe im ost-chinesischen Meer, in China als Diaoyu-Inseln bekannt, liegt in fischreichen Gewässern und ist von großen Rohstoffvorkommen umgeben. Sie war schon mehrmals Auslöser von Konflikten zwischen den beiden asiatischen Großmächten.

China erhebt Anspruch auf die Inseln

In Folge des Vorfalls unterstrich auch Chinas Außenministerin Fu Ying den Anspruch der Volksrepublik auf die Inseln. Angesichts des diplomatischen Eklats zwischen den Nachbarländern rief das US-Außenministerium zu einer friedlichen Beilegung der Streitigkeiten auf.

Japan weist festgenommene chinesische Aktivisten aus (Foto: reuters)

Japan weist die 14 festgenommenen chinesischen Aktivisten aus

Japan will gegen Südkorea vor Gericht ziehen

Japan ist auch mit Südkorea in Territorialstreits verwickelt. Tokio will den wiederaufgeflammten Disput über die von Südkorea kontrollierte Dokdo-Inselgruppe vor den internationalen Gerichtshof bringen. Anlass war der überraschende Besuch des südkoreanischen Präsidenten Lee Myungs Bak auf den in Japan Takeshima genannten Inseln. Ein Sprecher des Außenministeriums in Seoul sagte, man lehne das Angebot ab, es sei keiner Überlegung wert. Japan sei verantwortlich für die Konsequenzen seiner Provokationen.

Sieben Jahrzehnte nach Kriegsende belasten die Inselkonflikte das Verhältnis zwischen dem einstigen Aggressor Japan und seinen Nachbarstaaten noch immer schwer.

lg/haz (dpa, reuters, afp)

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