Japan, Südkorea und USA planen weiteres Militärmanöver | Aktuell Welt | DW | 10.12.2017
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Nordkoreakonflikt

Japan, Südkorea und USA planen weiteres Militärmanöver

Gibt es eine höhere Eskalationsstufe als einen unausweichlichen Krieg? Damit hatte Nordkorea Anfang Dezember nach einer Militärübung der USA und Südkoreas gedroht. Nun steht ein weiteres Manöver in der Region an.

Luftwaffenübung von Südkorea und USA (picture-alliance/dpa/South Korea Defense Ministry)

Anfang des Monats führten Südkora und die USA eine gemeinsame Luftwaffenübung durch

Im Zentrum der gemeinsamen Militärübung Japans, Südkoreas und der Vereinigten Staaten am Montag und Dienstag soll nach japanischen Angaben der Informationsaustausch über ballistische Raketen und deren Kursverfolgung stehen. Unklar war zunächst, ob bei dem Manöver auch das umstrittene Raketen-Abwehr-System Thaad zum Einsatz kommen wird.

Die USA haben das System in Südkorea stationiert und damit heftige Kritik Chinas ausgelöst, da die Volksrepublik ihre Sicherheit durch das weit ins Land hineinreichende Thaad-Radar gefährdet sieht.

Anfang des Monats hatten die USA und Südkorea mit einem umfassenden Manöver den Unmut Nordkoreas auf sich gezogen. Die Regierung in Pjöngjang erklärte, die Übung und die Drohung Washingtons mit einem Präventivschlag ließen keinen anderen Schluss zu, als dass ein Krieg unausweichlich sei.

Südkorea kündigt weitere Sanktionen an

Südkorea hat unterdessen nach Informationen der Nachrichtenagentur Yonhap angekündigt, zum zweiten Mal innerhalb eines Monats Sanktionen gegen das isolierte Nachbarland zu verhängen. Ab Montag sollen demnach 20 nordkoreanische Organisationen, darunter zahlreiche Banken und Firmen, sowie zwölf Personen auf eine schwarze Liste gesetzt werden. Die Nachrichtenagentur bezieht sich auf Aussagen eines Vertreters des Außenministeriums.

Zuvor hatte UN-Untergeneralsekretär Jeffrey Feltman Nordkorea besucht, um Pjöngjang zum Dialog mit den Vereinten Nationen zu bewegen. Der US-Amerikaner traf sich unter anderem mit Nordkoreas Außenminister Ri Yong Ho. Ob es auch zu einem Gespräch mit Machthaber Kim Jong Un kam, ist nicht bekannt.

Pjöngjang hat in den vergangenen Monaten wiederholt mit Raketen- und Atomwaffentests UN-Resolutionen verletzt. Erst im November erprobte das kommunistisch regierte Land eine nach eigener Darstellung hochentwickelte Interkontinentalrakete, die das gesamte US-Festland erreichen könnte.

hk/kle (dpa, rtr, afp)