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Fußball

Italiens Meistertrainer Conte gesperrt

Der italienische Meister Juventus Turin muss vorerst ohne Trainer Antonio Conte auskommen. Der 43-Jährige wurde für zehn Monate gesperrt, weil er 2011 eine Spielmanipulation nicht angezeigt haben soll.

Antonio Conte, Trainer von Juventus Turin. Foto: AP/dapd

Antonio Conte, Trainer von Juventus Turin

Der italienische Fußballverband (FIGC) kannte keine Gnade. Die Disziplinarkommission sperrte Antonio Conte, den Meistertrainer von Juventus Turin, für zehn Monate. Sein Assistent Angelo Alessio wurde mit einem achtmonatigen Berufsverbot belegt. Freigesprochen wurden dagegen Nationalspieler Leonardo Bonucci und Simone Pepe, beide bei Juventus Turin unter Vertrag. In den Verfahren ging es um den italienischen Wett- und Manipulationsskandal. Ergebnisse von Erst- und Zweitligaspielen sollen abgesprochen, hohe Wettgewinne eingestrichen worden sein.

Conte wies Vorwürfe zurück

Conte war von seinem ehemaligen Spieler Filippo Carobbio beschuldigt worden, 2011 zu seiner Zeit als Trainer des AC Siena von den Spielabsprachen gewusst, sie aber nicht gemeldet zu haben. Conte wies den Vorwurf zurück. Die FIGC-Disziplinarkommission blieb mit ihrer Strafe unter der Forderung von Chefermittler Stefano Palazzi, der den Trainer für 15 Monate hatte sperren wollen. Die Berufungsverhandlung vor dem Bundesgericht des Fußballverbands wurde für den 20. August angesetzt. Conte hatte Juventus Turin in der vergangenen Saison zur Meisterschaft geführt. Das Team war in 38 Spielen ungeschlagen geblieben.

Leonardo Bonucci im EM-Spiel gegen England. Foto: Reuters

Nationalspieler Leonardo Bonucci (l.) kann wieder ruhiger schlafen

Bonucci und Pepe freigesprochen

Im Gegensatz zu Trainer Conte konnten die Spieler Bonucci und Pepe aufatmen. Die Disziplinarkommission hielt den Kronzeugen Andrea Masiello offenbar für unglaubwürdig. Der Profi hatte Spielabsprachen gestanden. Masiello hatte Bonucci, seinem damaligen Teamkollegen beim AS Bari, und Pepe, seinerzeit in Diensten von Udinese Calcio, beschuldigt, bei der Manipulation eines Duells beider Mannschaften beteiligt gewesen zu sein. Das Spiel war 3:3 ausgegangen. Die Anklage hatte für Vize-Europameister Bonucci eine Sperre von dreieinhalb Jahren, für Pepe von einem Jahr gefordert. Freigesprochen wurde auch der Ex-Spieler des FC Bologna, Marco di Vaio.

Wegen des Wett- und Manipulationsskandals wurden die Zweitligisten US-Grosseto und US Lecce zum Zwangsabstieg verurteilt. Erstliga-Absteiger Novara Calcio startet mit zwei Minuspunkten in die Saison der Seria B. Erstligist FC Bologna muss eine Geldstrafe von 30.000 Euro zahlen.