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Sport

Italien mit Trotzreaktion

Jetzt erst recht! Trotz Fußball-Skandal, Verletzungen, Rot-Sperren und dem Selbstmordversuch von Gianluca Pessotto will sich Italien im Viertelfinale gegen die Ukraine nicht von seinem Titelkurs abbringen lassen.

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Bläst Italien Trübsal oder zum Angriff?

In der "Squadra Azzurra" stehen alle Profis nach der Tragödie um Pessotto noch unter Schock. "In Hamburg spielen wir für ihn", sagte Juventus-Torwart Gianluigi Buffon zum Selbstmordversuch des 36-jährigen Juve-Managers Gianluca Pessoto, der auf der Website des Vereins noch als Spieler geführt wird. "Wir sind in Gedanken bei Pessotto, da fällt es schwer, über Fußball zu sprechen", gab Buffon zu.

Von einer normalen Vorbereitung bei den "Azzurri" kann keine Rede sein. Und dabei ist der WM-Debütant ein harter Brocken für die bislang in der Defensive überragenden, im Angriff aber wenig überzeugenden Italiener. "Einen wie Schewtschenko darf man keine Sekunde aus den Augen lassen", warnte Elfmeterheld Francesco Totti. Nationaltrainer Marcello Lippi machte aus seiner Aufstellung zwar wieder ein Geheimnis, der Einsatz des Römers gilt aber als sicher.

Nesta fällt aus

"Totti wird nach seinem Tor gegen Australien wie entfesselt sein", glaubt Ex-Nationalcoach Arrigo Sacchi. Vor dem Kapitän des AS Rom soll als einzige echte Spitze der bislang glücklose Luca Toni stürmen. Mauro Camoranesi verstärkt wie beim 2:0-Sieg gegen Tschechien das von Regisseur Andrea Pirlo gelenkte Mittelfeld, und Andrea Barzagli rückt an die Seite des überragenden Abwehrchefs Fabio Cannavaro. Wegen Rot-Sperren fehlen Daniele De Rossi und Marco Materazzi, schwerer wiegt aber der Ausfall von Star-Verteidiger Alessandro Nesta (Adduktorenzerrung).

Geheimfavorit Ukraine kommt indes mit breiter Brust nach Hamburg und versucht, den Favoriten im Vorfeld mit kleinen Sticheleien weiter zu verunsichern. "Totti simuliert viel, die Schiedsrichter müssen aufpassen", warnte Mittelfeldspieler Andrej Gusin. Vor allem Superstar Andrej Schewtschenko brennt im Duell mit seinen ehemaligen Team-Kollegen vom AC Milan auf eine erneute Überraschung.

Geldregen bei der Ukraine

Bei den Ukrainern ist Andrej Woronin nach seinem Muskelanriss im Oberschenkel nicht dabei. Das Team soll durch einen erneuten Prämien-Regen zu einer Überraschung angetrieben werden. Laut "Sport-Express" könnte die von Oligarchen ursprünglich ausgelobte Prämie von 4,5 Millionen für den Einzug in die Runde der letzten Vier auf acht Millionen Dollar (6,3 Millionen Euro) aufgestockt werden. Dabei haben die Ukrainer mit acht Millionen Dollar derzeit schon so viel verdient wie kein anderes Team. Die Stammspieler konnten damit bereits knapp 400.000 Euro einstreichen.

Schewtschenko betont immer wieder, dass die Ukrainer keine Angst vor dem Rivalen haben. Aber: "Für mich ist das ein ganz besonderes Match, weil ich so lange in Italien gespielt habe", meint der neue Chelsea-Stürmer. Während Blochin das Viertelfinale schon als "Zugabe" bezeichnete, wäre für die Italiener das WM-Aus gegen den Außenseiter eine Blamage. "Auf dem Papier ist die Ukraine der leichteste Gegner", gibt Totti zu.

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